Ermäßigte Startgebühren für Vereinsmitglieder sind bei Padelturnieren mittlerweile gängige Praxis. Diese Regelung ist als Belohnung für die Treue der Mitglieder sinnvoll, wirft aber eine grundsätzliche Frage auf: Sollten Wettkämpfe nicht auch dazu dienen, neue Spieler zu gewinnen? Diese Frage stellt sich Frédéric Richème, ein Padel-Schiedsrichter (JAP2) mit rund zehn Jahren Erfahrung.
Da Padel in Frankreich immer beliebter wird, haben die Clubs die Anzahl der von ihnen organisierten Wettbewerbe erhöht, um der stetig steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Gleichzeitig bieten viele von ihnen ihren Mitgliedern während der Turniere Vorzugspreise an.
Frédéric Richème ist der Ansicht, dass diese Praxis einer Überprüfung bedarf. Ohne die den Mitgliedern gewährten Vorteile in Frage zu stellen, ermutigt er die Vereine, über die tatsächliche Rolle ihrer Wettbewerbe in ihrer Entwicklung nachzudenken.
Ein Turnier, viel mehr als nur ein Wettbewerb
Laut Schiedsrichter ist ein Turnier in erster Linie eine Schaufensterpuppe für einen Verein. Spieler von außerhalb des Vereins lernen die Einrichtungen, die Gastfreundschaft, die Atmosphäre, die Spielfelder, aber auch die angebotenen Serviceleistungen wie Bar oder Restaurant kennen.
Mit anderen Worten: Jeder Wettbewerb stellt eine Gelegenheit dar, die Struktur potenziellen zukünftigen Kunden oder sogar zukünftigen Lizenznehmern vorzustellen.
„Ein Turnier ist ein echtes Instrument zur Talentsuche“, resümiert er.
Der Außenseiter, ein zukünftiges Mitglied?
Frédéric Richème hebt in seiner Analyse ein Paradoxon hervor.
Spieler, die Dutzende Kilometer zurücklegen, um an Turnieren teilzunehmen, haben Reisekosten, geben oft Geld vor Ort aus und lernen den Club zum ersten Mal kennen. Dennoch zahlen sie in manchen Fällen mehr als Mitglieder, die die Einrichtungen bereits ganzjährig nutzen.
Der Autor hält diese Situation für problematisch. Der externe Spieler könnte die beste kommerzielle Chance des Vereins darstellen, obwohl er indirekt zur Finanzierung der den Mitgliedern gewährten Rabatte beiträgt.
Bestehende Kunden halten oder neue gewinnen?
Seinen Angaben zufolge geht es nicht darum, die beiden Ansätze gegeneinander auszuspielen.
Die Mitglieder tragen das ganze Jahr über zum Vereinsleben bei, und ihre Treue kann natürlich belohnt werden.
Wird das Turnier andererseits auch als Entwicklungsinstrument betrachtet, so sind andere Anreize denkbar, um neue Spieler zu gewinnen.
Zu den diskutierten Optionen gehören ein Rabatt für Erstteilnehmer, ein Buchungsgutschein für zukünftige Platzmieten, ein Gratisgetränk, ein Vorteil für Spieler mit langer Anreise oder ein Treueprogramm, das allen Teilnehmern offensteht.
Eine ökonomische Logik ebenso
Neben dem sportlichen Aspekt weist Frédéric Richème darauf hin, dass die Entwicklung eines Vereins auch von wirtschaftlichen Erwägungen abhängt.
Jeder Gastspieler kann durch Einkäufe vor Ort, durch erneute Anmietung eines Platzes oder durch Weiterempfehlungen zusätzliche Einnahmen generieren. Aus dieser Perspektive wäre ein einmaliger Rabatt keine Ausgabe mehr, sondern eine Investition zur Steigerung der Attraktivität des Clubs.
Eine Strategie, die an die jeweiligen Vereine angepasst werden muss.
Der Autor räumt jedoch ein, dass es keine Universallösung gibt.
Die Ziele eines Vereins, dessen Terminkalender Wochen im Voraus voll ist, unterscheiden sich von denen einer neuen Organisation, die ihr Profil schärfen möchte. Ebenso werden ein gemeinnütziger und ein privater Verein das Thema nicht unbedingt aus derselben Perspektive betrachten.
Letztlich geht es in der Debatte um weit mehr als nur die Höhe der Anmeldegebühren. Es geht um die Frage, wie Vereine ihre Wettbewerbe nutzen wollen: als Privileg für ihre Mitglieder oder als echtes Instrument der Weiterentwicklung.
Dieser Gedanke dürfte bei vielen Vereinsverantwortlichen Anklang finden, da der französische Padelsport weiterhin an Popularität gewinnt.
Fred Richeme ist einer der Padel-Spieler aus der Region Toulouse und Pau. Dieser Schiedsrichter ist begeistert von Padel. Und er bietet Ihnen seine Meinungen an, seine Meinungen zum Leben von Padel in Frankreich.

























































































FIP Bronze Georgia: Camille Sireix erreicht mit eiserner mentaler Stärke ein weiteres Finale
P2000 WinWin Padel Cabriès: Pestre Grange und Vichier schalten die an Nummer 3 gesetzten Spieler aus und treffen im Finale auf Clergue/Maligo.
Alix Collombon und Juan Alday beenden neun Jahre Zusammenarbeit
Yoan Rilcy: „Heute geht es nicht mehr nur darum, ein Spiel anzusehen, sondern darum, ein Ereignis zu erleben.“
Von Chile zur Weltelite: Der lange Weg von Javier Valdés
Alex Ruiz: „Ich fühle mich besser als zu meiner Zeit als Weltranglistensiebter / das aktuelle System behindert den Fortschritt des Padelsports.“
Maxi Gabriel: „Gegen die Nummer eins dürfen wir unsere Strategie nicht ändern, wir müssen durchhalten, bis sie einbrechen.“
CASTANEA: La Châtaigneraie startet ein Programm zur Förderung des französischen Padel-Nachwuchses.
Clubs auf dem Philippe-Chatrier: Die FFT startet eine einzigartige Herausforderung für Padel-Begeisterte
P2000 WinWin Padel Cabriès – Ergebnisse / Live / Spielplan
Oben Padel Toulouse, der Anspruch eines neuen Premium-Clubmodells
Gonzalo Alfonso: „Mit Tino Libaak bin ich bereit, ganz von vorne anzufangen.“
Malaga P1: Das Turnier, bei dem alle Gewissheiten infrage gestellt werden können.
FIP-Tour: Godallier im Halbfinale in Alcalá, die Franzosen starten ihre Kampagne in Belgien
Universitätsmeisterschaften: Zwei entscheidende Halbfinals für die Franzosen an diesem Freitag
Wirtschaft – Stadt Padel Partner von Pierre & Vacances, Work and Padel et Padel Generation wird drei neue Zentren eröffnen
Gruppierung Padel Referenz – Eine neue Vision zur Unterstützung von Padel-Clubs
Allure: Der Businessclub, der ausschließlich aus Frauen besteht und auf Padel setzt.
Warum der französische Padel-Markt zum globalen Maßstab für kontrolliertes Wachstum geworden ist
Motorpräferenzen: ein im Padel noch wenig bekannter Ansatz
Elite Padel Akademie: Der Ansatz, der das Training durch Statistik, Biomechanik und Neurowissenschaften revolutionieren will.
Mit Pablo Ayma Padel Camp, Oase Padel möchte Tunesien zu einem Muss für Premium-Padelspieler machen.
Alejandro Galán hat nicht mehr viel Verbesserungspotenzial… außer vielleicht mental – Der mentale Kampf gegen die Nummer 1
Flache Vorhand im Padel: 5 Übungen von Cristian Álvarez für mehr Kontrolle und Effizienz
Warum die Fähigkeit, rechts und links zu spielen, den entscheidenden Unterschied ausmachen kann
Die Auswirkungen verstehen, um besser Padel zu spielen
Air Padel: Warum Profis immer wieder "in die Luft" sagen (und wie man es einsetzt, ohne dass es zur Spielerei wird)
Im Padel gewinnen Champions nicht jeden Punkt, sondern die wichtigsten.
Chingotto und Galán gewannen auch das Duell der Trainerbänke gegen Libaak und Chozas.
Warum der Fortschritt im Padel mit dem Verständnis des Spiels beginnt
Galan steht vor seiner größten Herausforderung: Unvollkommenheit gegenüber Coello und Tapia zu akzeptieren.
FIP-Tourreform: Was wird sich ab 2027 wirklich ändern?
Reform des FIP bis 2027 und Premier Padel Viel Kommunikation... für letztendlich begrenzte Veränderungen.
Premier Padel Der Weltfußballverband FIP bereitet eine umfassende Reform für 2027 vor: Was wird sich für die Spieler ändern?
Wie funktionieren professionelle Schaltkreise? Padel Funktionieren sie?
FIP Promises Paris von WME Sports: Prävention, Regeneration, Verletzungen… Die Ärzte Mani und Clédassou sensibilisieren für die Herausforderungen im Padelsport für junge Menschen.
Italien Major: Javi Leal sucht auch 2026 noch nach dem Durchbruch
Wird professioneller Padelsport zunehmend zu einer körperbetonten Sportart?
Gewinnen Galán und Chingotto endgültig die Oberhand über Tapia und Coello?
Gewinnen Trainer auf höchstem Niveau mittlerweile genauso viele Spiele wie Spieler?