Das Letzte  Globalen Padel Bericht 2026  Der von Playtomic und Strategy& veröffentlichte Bericht analysiert nicht nur das globale Wachstum des Padelsports, sondern sendet auch eine subtilere, aber dennoch wichtige Botschaft an das Ökosystem: Die in den letzten Jahren häufig genannten Zahlen zur Anzahl der globalen Akteure scheinen deutlich überschätzt worden zu sein.

Denn hinter der weltweiten Euphorie um Padel stellt sich nun eine entscheidende Frage:  Was genau ist ein „Padelspieler“? 

Von 30 Millionen auf 19,4 Millionen Spieler: ein gewaltiger Unterschied

Im Jahr 2024 wurde die International Federation of Padel (FIP) gab offiziell bekannt, dass fast  30 Millionen Amateurspieler  in der Welt.

Zu jener Zeit kursierten diese Zahlen in der gesamten Padel-Welt:

  • mehr als 30 Millionen Praktiker,
  • 63.000 Grundstücke,
  • 130 Länder betroffen,
  • Das Wachstum wurde als nahezu exponentiell dargestellt.

Doch zwei Jahre später verfolgt der Playtomic-Bericht 2026 einen deutlich vorsichtigeren Ansatz. Das Dokument schätzt die Anzahl der globalen Akteure nun auf  19,4 Mio. .

Das ist ungefähr  ein Drittel weniger  als die Zahlen, die die FIP nur zwei Jahre zuvor vorgelegt hatte.

Ein gewaltiger Unterschied, der natürlich nicht unbemerkt bleibt.

Eine implizite Infragestellung der FIP-Daten

Der Playtomic-Bericht übt nie direkte Kritik an der Internationalen Föderation PadelDie Botschaft ist jedoch klar.

Das Dokument gibt ausdrücklich an, dass seine Schätzung auf einer „konservativeren“ Analyse beruht, die sich wie folgt zusammensetzt:

  • Bundesdaten,
  • Feldanalysen,
  • Querverweise von Quellen,
  • von „Bottom-up“-Ansätzen.

Mit anderen Worten: Playtomic deutet an, dass die bisher gemeldeten Gesamtzahlen wahrscheinlich durch eine viel zu weite Definition des Begriffs „Spieler“ verzerrt wurden.

Und das ist wahrscheinlich der Kern der Debatte.

Wer ist eigentlich ein Padelspieler?

Denn letztendlich hängt alles davon ab, was man misst.

Ist ein „Padelspieler“:

  • Hat es schon mal jemand im Urlaub ausprobiert?
  • Eine Person, die vor sechs Monaten ein Freundschaftsspiel bestritten hat?
  • Ein gelegentlicher Praktiker?
  • Oder im Gegenteil, ein regelmäßiger Spieler, der jede Woche Tracks bucht?

Der Unterschied ist enorm.

Die FIP verwendete sicherlich eine sehr weite Definition von Training, die offensichtlich alle Profile einschloss, die mindestens einmal gespielt haben oder gelegentlich trainieren.

Der Playtomic-Bericht scheint hingegen eher auf realen Nutzungserfahrungen zu basieren:

  • Landreservate,
  • Häufigkeit des Spielens
  • Vereinsaktivitäten
  • Digitale Daten,
  • tatsächlicher Verbrauch.

Und das verändert das Bild des globalen Marktes völlig.

In diesem Kontext wird die Bekanntgabe von 30 oder 35 Millionen Spielern auch zu einem Kommunikationsinstrument.

Darüber hinaus ging der FIP im Jahr 2025 noch einen Schritt weiter und erwähnte nun mehr als  35 Millionen aktive Spieler  in der Welt.

Der Bericht rückt die „globale Explosion“ auch ins richtige Verhältnis.

Die andere wichtige Erkenntnis aus dem Dokument betrifft die tatsächliche Reife des Marktes.

Ja, Padel erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit:

  • 58.334 Objekte weltweit,
  • fast 8.000 neue Gerichte bis 2025
  • Es wurden etwa 5.000 neue Clubs eröffnet.

Der Bericht zeigt aber vor allem, dass einige Märkte bereits beginnen, sich zu verlangsamen oder zu korrigieren:

  • Schweden erlebt eine Überkapazitätskrise.
  • In Chile kommt es zu einer massiven Anzahl von Vereinsschließungen.
  • Einige europäische Märkte treten in eine Konsolidierungsphase ein.

Die Ära der „überall explodierenden Dinge“ scheint allmählich einem rationaleren Ansatz zu weichen.

Der eigentliche Indikator: regelmäßige Spieler

Letztendlich stellt der Playtomic-Bericht wahrscheinlich die richtige Frage:

Der wahre Indikator für die Gesundheit des globalen Padelsports ist möglicherweise nicht die Anzahl der Menschen, die den Sport bereits ausprobiert haben.

Mais plutôt :

  • die Anzahl der Stammspieler,
  • ihre Spielhäufigkeit
  • die Auslastung der Start- und Landebahn,
  • die Fähigkeit der Clubs, Mitglieder zu halten,
  • die Schaffung dauerhafter sportlicher Gewohnheiten.

Und in dieser Hinsicht sind einige Daten aus dem Bericht weitaus aussagekräftiger als die oft zitierte Zahl von „30 Millionen“:

  • In Großbritannien liegt die Auslastung während der Spitzenzeiten bereits bei 85 %.
  • In Frankreich erreicht die tägliche Nutzungsdauer pro Feld manchmal 9 bis 10 Stunden.
  • Reife Märkte setzen heute mehr auf Kundentreue als auf Neukundengewinnung.

Letztendlich sieht dieser Bericht aus dem Jahr 2026 nach einer Rückkehr zur wirtschaftlichen Realität des Padel-Sports aus.

Der Sport schreitet ganz offensichtlich in Richtung Globalisierung voran.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.

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