Manchmal reichen die Spielregeln nicht mehr aus. In manchen Fällen entscheiden die Gerichte. Eine kürzlich ergangene Entscheidung des  Kassationsgericht  Die Rechtsprechung im Squash verdeutlicht eindrücklich, dass ein Spieler haftbar gemacht werden kann – selbst mitten in einem Ballwechsel. Dieser Präzedenzfall spiegelt immer häufiger auftretende Situationen im Padel wider.

Eine Verletzung während des Spiels… und ein Rechtsstreit

Während eines Squashspiels wird ein Spieler von einem vom Gegner geschlagenen Ball heftig am Auge getroffen. In der Annahme, dass die Flugbahn des Balls seine Verletzung direkt verursacht hat, fordert er eine Entschädigung.  Entschädigung .

Die Versicherung hingegen bestreitet dies. Ihr Argument ist ein klassisches aus dem Rechtsbereich: Da der Ball von beiden Spielern benutzt wurde, haften beide.  Mitverantwortliche Mit anderen Worten, keiner von beiden kann allein verantwortlich gemacht werden… außer im Falle von abweichendem Verhalten.

Genau hier liegt der Kern des Streits: Der verletzte Spieler behauptet, sein Gegner habe den Ball in einem Wutanfall und außerhalb des normalen Spielverlaufs geschlagen.

Die Entscheidung: Individuelle Verantwortung bleibt erhalten

In seinem Urteil vom 27. November 2025 stellte das Gericht fest:  Kassationsgericht  entscheidet eindeutig.

Die Schiedsrichter stellten fest, dass im Moment des Ballkontakts nur ein Spieler die vollständige Kontrolle über das Spielgeschehen hatte. Der Ball wurde auf eine Flugbahn geschickt, die den Ballwechsel unterbrach, was die ausschließliche Kontrolle über die Bewegung beweist.

Folglich wird dieser Spieler als  allein verantwortlich für den verursachten Schaden .

Eine wichtige Entscheidung, die klarstellt, dass die gemeinsame Verantwortung nicht mehr gilt, wenn ein Spieler vom normalen Spielablauf abweicht.

Eine offensichtliche Parallele zum Padel

Diese Rechtsprechung wirft unmittelbar die Frage nach der  Verantwortung im Padel , eine Sportart, bei der knappe Spielsituationen und unvorhersehbare Flugbahnen häufig vorkommen.

In einer Disziplin, in der:

  • Die Spieler bewegen sich in Vierergruppen auf kleinem Raum.
  • Smash Shots können brutal sein.
  • Die Kugeln können von den Fenstern abprallen.
  • Punkte werden manchmal durch Körpertreffer entschieden.

die Grenze zwischen  normale Spielaktion  et  gefährliche Geste  kann schnell verschwommen werden.

Ist Padel eine Sportart, die anfällig für Streitigkeiten ist?

Verletzungen im Padel gelten in den meisten Fällen als spielbedingt. Wie beim Squash akzeptieren die Spieler ein gewisses Risiko, wenn sie den Platz betreten.

Diese Entscheidung öffnet jedoch eine Sicherheitslücke:

  • ein gezielter Smash gegen einen Gegner
  • eine Geste der Launenhaftigkeit oder des Ärgers
  • ein Ball, der geschlagen wurde, ohne die Absicht, den Punkt zu spielen.

könnte neu klassifiziert werden als  unrechtmäßiges Verhalten und damit wird die Verantwortung des Spielers auf den Spieler übertragen.

Schiedsverfahren, Selbstschiedsverfahren und Haftung

Dieses Thema erinnert an eine bekannte Debatte im Padel: die der Selbstschiedsgerichtsbarkeit .

Anders als bei anderen Sportarten werden viele Spiele – insbesondere im Amateurbereich – ohne Schiedsrichter ausgetragen. Die Spieler sind daher die alleinigen Schiedsrichter:

  • gute Schüsse oder Fouls
  • Gene
  • und möglicherweise… gefährliche Situationen

In diesem Zusammenhang wird die Frage zentral:  Wer entscheidet, dass eine Handlung die Grenzen des Spiels überschreitet? 

Hin zu einer Evolution der Regeln oder der Mentalitäten?

Diese Entscheidung könnte mehrere indirekte Folgen für den Padel-Sport haben:

  • erhöhtes Bewusstsein der Spieler für ihre Handlungen
  • Besonderes Augenmerk wird auf Spannungssituationen gelegt.
  • Eine Betrachtung zur Aufsicht über bestimmte Wettkämpfe (Turniere, hohes Niveau)

Ohne so weit zu gehen, den Sport zu legalisieren, erinnert es uns an eine wesentliche Sache: Der Rahmen des Spiels schützt... solange er respektiert wird.

Die Botschaft des Justizsystems ist eindeutig: Spielen birgt gemeinsame Risiken, aber wer die Grenzen des Spiels überschreitet, trägt die individuelle Verantwortung.

In einer Sportart wie Padel, die sich rasant ausbreitet und manchmal unter Druck steht, verdient diese Grenze eine klare Definition.

Denn jenseits des Spielzugs, des Matches oder des Turniers ist es wirklich das  Spielersicherheit  was weiterhin im Spiel bleibt.


 Quelle:  Urteil des Kassationsgerichtshofs, Zweite Zivilkammer, vom 27. November 2025, Nr. 24-12045

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.

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