Wir wussten, dass man für die Leitung der französischen Fußballnationalmannschaft Erfahrung, natürliche Autorität und Nerven aus Stahl braucht. Nun erfahren wir, dass man offenbar auch eine gute Rückhand und einen für Wochenendspiele reservierten Platz benötigt. Eine Untersuchung – gar nicht so abwegig – der seltsamen Verbindung zwischen der Trainerbank der französischen Nationalmannschaft und den Padelplätzen.

Deschamps, von der Umkleidekabine zur Rennbahn

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Didier Deschamps ist ein langjähriger Padelspieler und nicht der Typ, der nur zwischen Pressekonferenzen ein paar Bälle schlägt. Seine Leidenschaft begann 2010, als er Olympique Marseille trainierte und den Sport auf einem Platz in Cassis entdeckte. Seitdem hat er den Schläger nie aus der Hand gelegt: Er gab sogar Tennis auf, da er es als weniger unterhaltsam empfand.

Der Trainer der französischen Nationalmannschaft ist regelmäßig bei den French Open in Beausoleil und bei der A1 anzutreffen. Padel Die Monaco Masters, zwei legendäre Events an der Côte d’Azur, diesem Küstenabschnitt zwischen Nizza und Monaco, der sich für ehemalige Fußballer zur wahren französischen Padel-Hochburg entwickelt hat. Kurzes Update: die A1 Padel war eine internationale Profi-Rennserie, die vom monegassischen Geschäftsmann Fabrice Pastor unter dem Namen APT ins Leben gerufen wurde. Padel Die Tournee im Jahr 2020 wurde dann in A1 umbenannt. Padel im Jahr 2023, konzipiert als Alternative zu Premier PadelDie Tour kündigte im Mai 2025 die Einstellung ihres Turnierkalenders an und verfiel anschließend in eine lange Stille, sodass sie heute nicht mehr existiert. Deschamps hat somit an einem Turnier einer inzwischen aufgelösten Tour teilgenommen, was der Anekdote aber keinen Abbruch tut. Deschamps besitzt sogar einen eigenen Padelplatz auf seinem Grundstück, und Monacos Davis-Cup-Trainer Guillaume Couillard, der regelmäßig mit ihm spielt, versichert, dass er „unglaublich gut spielt“.

Der ultimative Beweis für seine Ernsthaftigkeit: Deschamps gewann ein P250-Turnier, das für Teilnehmer über 55 Jahre reserviert war und in Padel Club d'Èze – an derselben Riviera, wo sich Fußballer und Monegassen gerne treffen, um mit Schlägern in der Hand die alten Derbys zwischen Nizza und Monaco wieder aufleben zu lassen. Das könnte fast einen eigenen Eintrag in seinem Lebenslauf als Nationaltrainer rechtfertigen.

Um die französische Nationalmannschaft zu trainieren, muss man wissen, wie man einen Schläger hält: Fragen Sie einfach Deschamps und Zidane!

Und welche Rolle spielt Zidane in all dem?

Zinedine Zidane ging das Problem seinerseits direkt an: Anstatt einfach nur Fußball zu spielen, baute er die Plätze selbst. Der Weltmeister von 1998 eröffnete das Z5-Zentrum im Jahr 2022. Padel In Istres ist es eine Familienangelegenheit, da sein Bruder den Standort in Aix-en-Provence leitet, bevor er ein Expansionsprojekt bis nach Madrid ankündigt.

Zidane erzählt, wie er Padel vor sechs oder sieben Jahren in Spanien mit Freunden und Familie entdeckte – in einem Land, wo der Sport seiner Meinung nach ähnlich populär ist wie Fußball. Er hatte sogar das Privileg, bei der Einweihung seines Trainingszentrums in Aix-en-Provence gemeinsam mit Alejandro Galán, einem der weltbesten Spieler, den Ball zu schlagen – eine Erfahrung, die er als besonders prägend für seinen rasanten Aufstieg beschreibt. Eines ist sicher: Mit einem Zentrum in Istres, einem weiteren in Aix und Ambitionen, die bis nach Italien und Spanien reichen, verfolgt Zidane ganz offensichtlich einen anderen Ansatz im Padel-Sport als sein ehemaliger Teamkollege Deschamps. Der eine spielt, der andere investiert – beide sind vom Sport begeistert.

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Eine ganze Generation französischer Spieler infiziert

Deschamps und Zidane sind keine Einzelfälle. Auch mehrere französische Nationalspieler haben sich dem Sport verschrieben: Paul Pogba, Olivier Giroud und Benjamin Pavard gehören zu den Spielern der französischen Nationalmannschaft, die regelmäßig auf einem Padel-Court spielen. Scheinbar hat man in der Kabine zwischen den Trainingslagern Kartenspiele gegen Padel-Partien getauscht.

Das Phänomen reicht weit über die französischen Grenzen hinaus: Auch Neymar, Ibrahimović und Messi zählen zu den größten Fußballstars der Welt, die unbestreitbar zu „Padel-Fans“ geworden sind.

Ein verstecktes Einstellungskriterium also?

Natürlich hat beim französischen Fußballverband noch nie jemand offiziell „Padel spielen“ als Voraussetzung für den Posten des Nationaltrainers festgelegt. Doch angesichts von Deschamps, der seit fünfzehn Jahren eine feste Größe auf den Padelplätzen der Côte d’Azur ist, und Zidane, der sich in diesem Bereich unternehmerisch betätigt hat, ist dieser Zufall durchaus amüsant. Sollte die Nationale Technische Direktion (DTN) jemals eine Stellenbeschreibung veröffentlichen, wäre es nicht verwunderlich, zwischen „umfangreicher Erfahrung“ und „Fähigkeit zur Führung einer Mannschaft“ den diskreten Zusatz zu finden: „Gute Padel-Kenntnisse erwünscht“.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.

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