Seit ihrer Wiedervereinigung scheinen Paquito Navarro und Martín Di Nenno immer besser in Form zu kommen. Obwohl sie noch nicht ihr bestes Padel spielen, vermitteln die beiden den Eindruck, ihre flüssigen Bewegungsabläufe und vor allem die gemeinsame Energie wiedergefunden zu haben, die schon in ihrer ersten Partnerschaft ihre Stärke war.

Im Spiel gegen Javi García und Jose Jimenez gab es mehrere Szenen, die diesen Machtzuwachs verdeutlichten.

„Es ist eine Frage der Konzentration.“

Nach dem Verlust des ersten Satzes durch ein einziges Break versucht der gegnerische Trainer sofort, seine Spieler wieder aufzurütteln. Seine Botschaft ist klar:  „Es ist eine Frage der Konzentration.“ 

Das anfängliche Szenario schien ihm Recht zu geben. Vom Beginn des zweiten Satzes an wirkten García und sein Partner in der Lage, das Spiel zu drehen. Beim Stand von 2:1, bereits mit einem Break in Führung, sicherten sie sich einen entscheidenden Punkt bei Aufschlag von Paquito und Di Nenno.

Aus der Defensive heraus stürmt García entschlossen ans Netz, um den Punkt zu beenden und einen Breakball zu ergattern. In diesem Moment scheint das Spiel einen völlig anderen Verlauf zu nehmen.

Die Rückkehr schneller Bedingungen kommt Paquito zugute.

Doch mit der Rückkehr der schnellen Spielbedingungen gewinnt auch das gesamte Freiluftspiel wieder seinen rechtmäßigen Platz zurück.

Die Ballwechsel werden wieder vertikaler, die Smashes entschlossener… und vor allem die Up-and-Unders gewinnen ihre volle Bedeutung zurück.

In dieser Disziplin bleibt Paquito Navarro ein Maßstab auf der Tour. Wenn sein Team unter Druck gerät, setzt der Andalusier mehrere hohe Lobs ein, um seine Gegner zurückzudrängen und ihren Angriffsfluss zu stören. Diese taktische Entscheidung zwingt das gegnerische Team zu Fehlern, gerade wenn es die Oberhand zu gewinnen scheint.

"Locura Martín!"

Wenige Augenblicke später, als die Gegner noch zwei Breakballchancen hatten, war Paquito zu hören:  "¡Locura Martín!" 

Paquito und Di Nenno zeigten zwei entscheidende Paraden und feuerten sich anschließend gegenseitig begeistert an. Ihre Blicke, Jubelgesten und ihre Körpersprache spiegelten ein neu gewonnenes Selbstvertrauen wider.

Diese enge Bindung war schon immer ihre Stärke.

Di Nennos Persönlichkeit, ein Ausgleich für Paquito

Der Wendepunkt kam schließlich beim Stand von 4:4. Nachdem sie die Schwächephasen überstanden hatten, gelang Paquito und Di Nenno im optimalen Moment das Break, um den Satz endgültig für sich zu entscheiden.

Abgesehen vom Ergebnis besticht vor allem die perfekte Ergänzung der beiden Spieler. Martín Di Nenno scheint ideal zu Paquito Navarros temperamentvoller Persönlichkeit zu passen. Der Argentinier bringt Ruhe und Disziplin mit, während der Spanier die emotionale Energie liefert, die sein Team manchmal braucht.

Bei einem Spieler wie Paquito ist dieses menschliche Gleichgewicht wahrscheinlich fast genauso wichtig wie das spielerische Niveau.

Eine letztendlich positive Dynamik

Von einem echten Comeback kann man noch nicht sprechen. Dennoch zeichnet sich ein Trend ab.

Spiel für Spiel gewinnen Paquito Navarro und Martín Di Nenno an Selbstvertrauen, meistern entscheidende Momente besser und zeigen auf dem Eis eine immer natürlichere Verbindung. Sie geben nicht auf, und diese Fortschritte lassen vermuten, dass ihre Partnerschaft im Profizirkus schnell wieder sehr konkurrenzfähig werden könnte.

Antoine Tricolet

Ich habe das entdeckt Padel Ich bin zufällig auf einem Campingplatz in Spanien gelandet. Ich war sofort begeistert; seit drei Jahren spiele ich leidenschaftlich Padel und verfolge internationale und regionale Neuigkeiten mit der gleichen Begeisterung wie den Sport selbst.