Für Jahrzehnte  Golf  verkörperte das ideale Terrain für  professionelles Networking Verträge wurden zwischen den Golfschlägen ausgehandelt, strategische Gespräche im Clubhaus geführt, Beziehungen auf dem Golfplatz geknüpft: Geschäfte wurden oft außerhalb des Büros abgewickelt. Doch in den letzten Jahren haben sich die Regeln geändert. Eine andere Disziplin gewinnt zunehmend an Bedeutung auf der Agenda von Führungskräften, Managern und Unternehmern:  das Padel Schneller, zugänglicher, kostengünstiger und unendlich viel geselliger – Sportarten mit Glaswänden sind  ist zum neuen Treffpunkt für berufliche Kontakte geworden. 

"Padel „Das ist das neue Golf“, ein Satz, der eine Ära treffend zusammenfasst.

In Geschäftskreisen ist dieser Ausdruck mittlerweile allgegenwärtig:  "Padel „ist das neue Golf“. 

Der Vergleich ist alles andere als trivial. Padel erfüllt heute alle Kriterien, die Golf einst anstrebte, und entspricht gleichzeitig besser den Erwartungen einer neuen Generation von Entscheidungsträgern. Der Sport ist kürzer, dynamischer, weniger reglementiert und vor allem  wesentlich zugänglicher. 

Während Golf einen ganzen Tag in Anspruch nimmt, passt Padel in einen  Afterwork-Format  von anderthalb Stunden. Während Golfgrüns ein bestimmtes soziales Image vermittelten, legen Padelplätze mehr Wert auf Nähe, Austausch und Spontaneität.

Dieser Wandel spiegelt auch eine kulturelle Entwicklung in der Berufswelt wider: Führungskräfte wünschen sich Beziehungen ohne Protokoll, Networking ohne Starrheit und Meetings, die eher Momenten des Lebens ähneln als formellen Geschäftsterminen.

Eine Sportart, die auf die gehobene Mittelschicht zugeschnitten ist.

Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck. Padel zieht eine große Anzahl von Menschen aus höheren sozioökonomischen Schichten an.

Laut mehreren Branchenstudien  42 % der Anwender sind Ärzte, Anwälte, Ingenieure, Manager, Forscher oder Unternehmensleiter. Ein Drittel verfügt über einen Bachelor-Abschluss (Bac+5) oder eine höhere Qualifikation.

Diese besondere soziale Dynamik erklärt zum Teil die explosionsartige Zunahme von Geschäftskontakten rund um die Padelplätze. Padel entwickelt sich zu einem Ort, an dem Entscheidungsträger ungezwungen zusammenkommen, fernab von Besprechungsräumen und übermäßig förmlichen Gesprächen.

Denn auf dem Spielfeld werden Verhaltensweisen schnell sichtbar. Umgang mit Druck, Kommunikationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Teamgeist: Manche haben das Gefühl, in einem einzigen Spiel mehr über einen potenziellen Partner zu erfahren als nach mehreren Monaten professioneller Treffen.

Warum fördert Padel die Interaktion so sehr?

Wenn Padel in der Unternehmenswelt so gut funktioniert, dann liegt das daran, dass... 'Das liegt auch an der Natur des Spiels selbst.' 

Anders als viele Einzelsportarten erfordert sie ständige Zusammenarbeit. Allein zu gewinnen ist unmöglich: Man muss kommunizieren, sich an den Partner anpassen, Schwächephasen überbrücken und gemeinsam etwas aufbauen.

Im Alltag verschwinden hierarchische Unterschiede schnell. Ein CEO und ein junger Unternehmer befinden sich im selben Spiel, sehen sich denselben Zwängen und denselben Emotionen gegenüber.

Dieser Mechanismus erzeugt eine Form der Nähe, die in einem traditionellen beruflichen Umfeld nur sehr schwer nachzubilden ist.

Das Format trägt ebenfalls zum Erfolg des Konzepts bei. Die Formel ist mittlerweile etabliert: ein einstündiges Spiel, gefolgt von einem Drink oder Abendessen im Clubhaus. Studien zu den Gewohnheiten von Padelspielern zufolge verlängern 77 % ihre Spielzeit mit einem geselligen Beisammensein, während 88 % diese Geselligkeit als eine der größten Stärken des Padelsports betrachten.

Die Vereine erfinden ihr Modell neu.

Die Infrastrukturunternehmen erkannten schnell das Potenzial dieser Geschäftskundschaft.

 Viele Vereine entwickeln mittlerweile hybride Räumlichkeiten, die Sport, Arbeit und Veranstaltungen miteinander verbinden:  Besprechungsräume, Coworking-Spaces, Lounge-Bereiche, Premium-Catering oder private Anmietung für Unternehmen.

Netzwerke wie  Kugel insbesondere gelegen in  Toulouse, Bordeaux, Aix-en-Provence und Paris Sie sind von diesem Ansatz voll und ganz überzeugt. Firmenturniere, Treffen nach der Arbeit, informelle Zusammenkünfte: Padel entwickelt sich zum idealen Vorwand, um dauerhafte berufliche Beziehungen zu knüpfen.

Das Spielfeld dient nicht mehr nur dem Spielen. Es entwickelt sich zu einem Ort der Begegnung, des Ideenaustauschs und manchmal sogar der Verhandlung.

In einem professionellen Umfeld, in dem menschliche Beziehungen wieder in den Mittelpunkt rücken, bietet dieser Sport einen einzigartigen Rahmen: wettbewerbsorientiert, ohne aggressiv zu sein, sozial, ohne künstlich zu wirken, intensiv, ohne unzugänglich zu sein.

Golf hatte seine eigenen Regeln, seine Stille und seine langen Tage. Padel funktioniert anders: schnelle Ballwechsel, Lärm, Bewegung, klirrende Gläser und ein gemeinsames Bier nach dem Match.

Letztendlich bleibt die Logik jedoch dieselbe: Vertrauen aufbauen, bevor man Geschäfte macht.

Und heute scheint eine ganze Generation von Führungskräften davon überzeugt zu sein, dass die besten Beziehungen heutzutage mit einem Tennisschläger in der Hand zwischen Erkerfenstern geknüpft werden.

Maceo ZERHAT

Maceo Zerhat entdeckte Padel im Jahr 2020 in Savigny-sur-Clairis in Burgund. Er trug zur Expansion des Clubs bei, indem er seine Energie und Neugierde einbrachte. Padel Magazineer übermittelt seine Padel"Mania", indem Sie geschickt auf die neuesten Nachrichten über Ihren Lieblingssport aufspringen!

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