Der Start der Saison 2026 rückt näher Premier PadelDer für Anfang Februar in Riad geplante Paarwettmarkt verändert teilweise das Gesicht des Turnierkalenders.

Hinter den offiziellen Bekanntmachungen und den intern kursierenden Informationen zeichnet sich eine gemeinsame Logik ab: Stabilität für dominante Projekte, Anpassung für andere.

Im Herrenwettbewerb: Die ersten drei Plätze bleiben unverändert, der Rest der Tabelle ist im Wandel.

An der Spitze der Herren-Weltrangliste gibt es keine Überraschungen. Die drei erfolgreichsten Paare des Jahres 2025 sind wieder vereint und bestätigen damit einen bereits etablierten Trend: Wenn ein Verband auf höchstem Niveau agiert, kümmert er sich nicht mehr um sich selbst..

Arturo Coello und Agustín Tapia setzen ihr Abenteuer mit dem klaren Ziel fort, ihre Dominanz auszubauen. Nachdem sie sich bereits seit mehreren Saisons an der Spitze etabliert haben, gehen sie mit dem Ehrgeiz in das Jahr 2026, ihre Partnerschaft langfristig zu festigen.

Hinter ihnen setzen auch Federico Chingotto und Alejandro Galán ihre Karriere fort, überzeugt davon, dass ihre Konstanz und ihre sich ergänzenden Fähigkeiten ihnen weiterhin die Chance auf den ersten Platz ermöglichen. Juan Lebrón seinerseits hat sich für ein ambitioniertes Projekt mit Leo Augsburger entschieden.

Ab dem vierten Paar ändert sich das Bild dann grundlegend.

Franco Stupaczuk und Mike Yanguas bilden ein wiedervereintes Duo, das sich bereits in der Vergangenheit bewährt hat und insbesondere auf einigen großen Bühnen herausragende Leistungen erbrachte: Ein wettbewerbsfähiges Projekt sichern, ohne bei Null anfangen zu müssen.

Weiter hinten im Turnier beleben Coki Nieto und Jon Sanz ein Duo wieder, das beim Sieg im Master Final einen starken Eindruck hinterließ. Ihre Wiedervereinigung erfolgt nach ihren jeweiligen Trennungen, die nicht immer die gewünschten Ergebnisse brachten, und ist Teil einer Strategie, auf soliden Grundlagen neu aufzubauen.

Seinem Hang zu risikoreichen Unternehmungen treu bleibend, startet Paquito Navarro ein neues Projekt mit Fran Guerrero, einem der vielversprechendsten Rechtshänder der letzten Saisons. Dieses Duo verkörpert perfekt den Generationswechsel, der sich derzeit im Rennzirkus vollzieht.

Im selben Ranglistenbereich entschieden sich Martín Di Nenno und Momo González für eine pragmatische Partnerschaft, die sowohl auf sportlicher Kompatibilität als auch auf dem Sammeln von Weltranglistenpunkten beruhte. Diese Strategie wird immer häufiger angewendet, da die Teilnahme an den Hauptfeldern mitunter von minimalen Unterschieden abhängt.

Weiter unten tauchen mehrere bereits bekannte Paare wieder auf oder festigen ihre Positionen: Lucas Bergamini mit Javi Garrido, Pablo Cardona mit Javi Leal – letzterer profitiert nach einer Verletzung von einer geschützten Weltranglistenposition – oder Juan Tello und Edu Alonso, die sich für Kontinuität entschieden haben.

Bei den Frauen: ein Schock an der Spitze der Rangliste.

Bei den Frauen ist der Umbruch deutlicher. Nach einer überaus dominanten Saison 2025 haben Gemma Triay und Delfina Brea ihren Wunsch bekräftigt, weiterhin zusammenzuarbeiten.

Diese Stabilität steht jedoch im Gegensatz zu die bedeutendste Trennung der letzten Jahre Das Duo Ari Sánchez und Paula Josemaría, lange Zeit ein Symbol für Beständigkeit und Erfolg, konnte den Aufstieg ihrer Rivalen und eine zunehmend fragile sportliche Dynamik nicht überstehen.

Paula Josemaría hat sich entschieden, mit Bea González, mit der sie bereits zuvor zusammen gespielt hat, ein Team zu bilden. Beide Spielerinnen haben dieses Mal ihren Leistungszenit erreicht und bringen einen deutlich größeren Erfahrungsschatz mit. Ihr Projekt verspricht von Anfang an umkämpft zu sein.

Ari Sánchez ihrerseits setzte auf Andrea Ustero. Eine sehr mutige Entscheidung. Ob sie sich als richtig erweisen wird, wird die Zeit zeigen. Die junge Linkshänderin verkörpert die neue Generation und ist bereits jetzt in der Lage, mit den Besten mitzuhalten.

Hinter dieser neuen Top-Drei zeichnen sich weitere Veränderungen ab. Claudia Fernández, die eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich hat, wird voraussichtlich mit Sofia Araújo ein Team bilden, während einige langjährige Partnerschaften offenbar zu Ende gehen. Insbesondere Martita Ortega könnte in junge Talente investieren und mit Martina Calvo, einem der aufstrebenden Stars der Tour, ein Team bilden, was andere erfahrene Spielerinnen dazu veranlassen dürfte, ihre Optionen neu zu bewerten.

Der Rest der Top 10 der Frauen ist noch teilweise offen, da sich in den kommenden Wochen wahrscheinlich einige Duos ändern werden – ein Beweis dafür, dass das Transferfenster noch nicht alle Antworten geliefert hat.

Das FIP PLATINUM Marseille könnte uns schon vor der ersten Etappe einige Antworten liefern. Premier Padel in Riad.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.