Das Finale von  Asunción P2  zwischen  Galán / Chingotto  et  Tapia / Coello  Es ging nicht nur um rohes Talent oder körperliche Intensität.
Sie begründete ihre Entscheidung vor allem mit ganz bestimmten Elementen: dem Umgang mit wichtigen Punkten, der Entwicklung der individuellen Leistungen im Laufe des Spiels und der Fähigkeit der Weltranglistenzweiten, nach und nach die psychologische Kontrolle über das Spiel zu erlangen.

Die Statistiken von  Padel Intelligenz  Diese Ergebnisse bestätigen voll und ganz das, was wir vor Ort erlebt haben:  Galán und Chingotto dominierten die entscheidenden Momente. 

 Klinische Wirksamkeit in Schlüsselbereichen 

Die erste Kennzahl, die sofort ins Auge sticht: die Bruchpunkte.

  •  Galán / Chingotto: 4 von 8 Breakchancen genutzt 
  •  Tapia / Coello: nur 1 Ausbruch bei 5 Gelegenheiten 

Das ist wahrscheinlich DIE Statistik dieses Finales.

In einem Match, das rein spielerisch im Allgemeinen ausgeglichen war, waren die Weltranglistenzweiten vor allem mental deutlich effektiver.
Jede größere Eröffnung wurde fast umgehend umgestaltet.

Umgekehrt vergaben die Weltranglistenersten im zweiten Satz mehrere Chancen, insbesondere die vier Breakbälle, die das spanisch-argentinische Paar abwehrte.

Dieser Unterschied im Realismus erklärt einen großen Teil der Endwertung.

 62 zu 56 Punkte: ein kleiner Unterschied… aber aufschlussreich 

Eine weitere interessante Statistik:

  •  Galán / Chingotto: 62 Punkte verdient 
  •  Tapia / Coello: 56 Punkte gewonnen 

Die Lücke bleibt relativ klein.
Dies zeigt, dass das Finale keine so überwältigende Demonstration war wie die Halbfinals der Nummer 1.

Doch dieser kleine Vorteil bestätigt einen klaren Trend:
in nahezu jeder wichtigen Phase des Spiels,  Galán und Chingotto erlangten die Oberhand. 

Sie waren insgesamt etwas besser:

  • auf der Rückreise
  • in Übergängen,
  • im Umgang mit angespannten Momenten
  • und insbesondere im taktischen Konstruktionsbereich.

 Chingotto, der wahre MVP des Finales 

Daten von  Spielerbeitragsindex  sind äußerst aufschlussreich.

Während eines Großteils des Spiels war die Kurve von  Feder Chingotto  steigt allmählich an, bis der Wert schließlich sehr hoch im positiven Bereich liegt.

Umgekehrt gilt dies für  Wand  wird im Verlauf des Spiels immer tiefer in die Spielwelt hineingezogen.

Diese Grafik veranschaulicht das Szenario des Finales perfekt:
Je weiter das Match fortschritt, desto wichtiger wurde Chingotto… und desto mehr schien Tapia an Einfluss zu verlieren.

In den entscheidenden Momenten des zweiten Satzes war der Argentinier überall präsent:

  • Landbedeckung,
  • Rückgaben
  • Tempo-Management,
  • Variationen,
  • Niedrige Verteidigung
  • Gegenräuber.

Dies ist vermutlich eines der besten Spiele von Chingotto seit Beginn ihrer Zusammenarbeit.

 Coello versuchte, die Nummer 1 über Wasser zu halten. 

Die Grafiken zeigen auch etwas Interessantes in Bezug auf die Nummer 1 der Welt:
 Arturo Coello war eindeutig der konstanteste Spieler in seinem Team. 

Sein Beitrag steigerte sich im zweiten Satz deutlich und erreichte in bestimmten Spielabschnitten sogar die besten Werte des gesamten Spiels.

Konkret bedeutet das, dass Coello in schwierigen Zeiten für Tapia oft das Überleben seiner Mannschaft sicherte.

Aber das reichte nicht.

Denn auf der anderen Seite spielten Galán und insbesondere Chingotto mit großer Konstanz.

Die Grafik zeigt auch eine wichtige Sache:
der Beitrag von  Galán  bleibt während fast des gesamten Spiels durchweg positiv.

 Weitere Punkte für Galan / Chingotto 

Auch die Statistiken zu Gewinnzügen bestätigen das scheinbare Gleichgewicht:

  •  Galán / Chingotto: 33 Siegespunkte 
  •  Tapia / Coello: 29 Siegpunkte 

Der Abstand ist gering, aber überraschenderweise zugunsten von Galan/Chingotto, was gegen das Weltranglistenerste Paar nicht so häufig vorkommt.

Die gleiche Beobachtung gilt auch für direkte Fouls:

  • 18 für Galán / Chingotto
  • 17 für Tapia / Coello

Doch was alles verändert, ist der Kontext der Fehler.

 Der psychologische Wandel kehrt sich weiterhin um. 

Diese Statistiken bestätigen im Wesentlichen einen Trend, der bereits seit mehreren Wochen zu beobachten ist:
Das mentale Machtgleichgewicht verschiebt sich.

Lange Zeit erweckten Tapia und Coello den Eindruck, unbesiegbar zu sein, sobald die Spiele spannend wurden.

Heute ist es fast das Gegenteil.

In diesem Finale zeigten Galán und Chingotto in den entscheidenden Momenten eine sehr gute Leistung und brachten die Weltranglistenersten nach und nach dazu, an sich selbst zu zweifeln.

Mit diesem Sieg,  Chingalán führt nun im direkten Vergleich in dieser Saison mit 3:1.  Im Duell mit den Führenden der Weltrangliste.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.