Lass es laufen und schau anschließend nach.  Könnte diese im Fußball mittlerweile fest etablierte Philosophie eines Tages auch auf den Padelplätzen ihren Platz finden?

Seit einigen Spielzeiten praktizieren Fußballschiedsrichter, strittige Spielzüge, insbesondere bei knappen Abseitsstellungen, nicht mehr sofort zu unterbrechen. Bestehen Zweifel, lässt der Linienrichter das Spiel bis zum Ende weiterlaufen, selbst wenn ein Tor fällt. Erst dann greift der Video-Schiedsrichterassistent (VAR) ein, um die Entscheidung zu bestätigen oder zu revidieren. Das Ziel ist einfach:  Vermeide es, eine Torchance aufgrund einer Fehleinschätzung zu verspielen, die nicht mehr korrigiert werden kann. .

Lässt sich dieses Prinzip auch auf Padel anwenden?

Im Padel gibt es Situationen, die an dieses Szenario erinnern. Ein Ball wird als Aus erklärt, doch mehrere Spieler sind der Meinung, er habe zuerst das Glas berührt. Ein Doppelaufprall wird angezeigt, obwohl sich niemand ganz sicher ist. Ein Ball nahe der Linie löst sofort Diskussionen aus.

Heute ist die Mehrzahl der Fälle so:  Der Gedankengang wird sofort unterbrochen. ohne Möglichkeit der Rücknahme. Wenn die Entscheidung falsch war, ist der Punkt endgültig verloren.

Warum nicht ein anderes Protokoll in Betracht ziehen?

Lassen wir den Austausch seinen Lauf nehmen.

Die Idee wäre einfach:  im Zweifel Der Schiedsrichter könnte den Ballwechsel freiwillig bis zum Ende des Punktes fortsetzen lassen, ohne einzugreifen.

Sobald der Sachverhalt geklärt war, konsultierte er die verfügbaren Zeitlupenwiederholungen, um ausschließlich das strittige Ereignis zu überprüfen.

Beispielsweise:

  • Hat der Ball die Scheibe berührt, bevor er auf den Boden aufprallte?
  • Gab es tatsächlich einen Doppelsprung?
  • War der Ball im Feld oder lag ein Linienfehler vor?
  • Hat ein Spieler das Netz berührt?

Sollte das Video bestätigen, dass die ursprüngliche Entscheidung falsch war, würde der Punkt dem richtigen Team zugesprochen.

Austausch erhalten

Dieser Ansatz böte mehrere Vorteile.

Erstens  Er würde es vermeiden, einen spektakulären Wortwechsel wegen eines bloßen Eindrucks zu unterbrechen. Zweitens würde es die Korrektur bestimmter Fehler ermöglichen, die einen direkten Einfluss auf den Ausgang eines Spiels haben können.

Im professionellen Padel gibt es mittlerweile zahlreiche Kameras, die das Spielgeschehen aus verschiedenen Blickwinkeln aufzeichnen können. Die Ausrüstung ist vorhanden; die Frage ist nur, wie man sie einsetzt.

Kontrollierte Anwendung

Selbstverständlich ginge es nicht darum, jeden einzelnen Punkt zu überprüfen.

Wie im Fußball könnte diese Möglichkeit reserviert bleiben  in Situationen, in denen der Schiedsrichter einen echten Zweifel hat oder möglicherweise auf eine begrenzte Anzahl von „Herausforderungen“, die von den Spielern gewünscht werden.

Das Ziel wäre nicht, das Spiel zu verlangsamen, sondern im Gegenteil  Das Tempo des Austauschs beibehalten und gleichzeitig die Genauigkeit der Entscheidungen verbessern .

Eine zu eröffnende Debatte

Padel ist stets bestrebt, seine Schiedsrichterleistungen und Regeln weiterzuentwickeln. Dies zeigt sich beispielsweise in der schrittweisen Einführung des Videobeweises bei einigen großen Turnieren und den Diskussionen um die elektronische Herausforderung.  um dem Schiedsrichter zu ermöglichen, einen Punkt zu Ende spielen zu lassen, bevor er eine strittige Aktion überprüft.  könnte eine natürliche Evolution darstellen.

Eine Frage bleibt:  Ist Padel bereit, diese „Erst spielen lassen, dann prüfen“-Philosophie zu übernehmen, die mittlerweile Teil der Fußballlandschaft ist? 

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.

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