In letzter Minute verpflichtet, um an der Betclic-Qualifikation in Bordeaux teilzunehmen. Premier Padel Die P2-Spielerinnen Charlotte Soubrié und Fiona Ligi mussten ihre Reise improvisieren und entdeckten die Tennisplätze von Bordeaux ohne wirkliche Vorbereitung. Zwischen ihrem Alltag als Halbprofis, ihrem Ehrgeiz, wieder in die französische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden, und ihrem Wunsch, sich auf der FIP-Tour weiterzuentwickeln, verfolgen die beiden Französinnen ein Projekt, das auf der Balance zwischen Spitzensport und Berufsleben basiert. Interview. 

„Wir haben die Bedingungen fast unmittelbar nach Betreten des Spielfelds entdeckt.“

 Padel Magazine :  Wie empfanden Sie die Spielbedingungen in Bordeaux?

 Fiona Ligi:  Wir hatten kaum Zeit zum Trainieren, da wir erst am Vortag für die Qualifikationsspiele nominiert wurden. Daher war alles neu für uns. Uns wurde gesagt, die Bedingungen würden eher langsam sein, was unserem Spielstil sehr entgegenkommt. Ich denke, das erklärt auch unseren etwas zögerlichen Start ins Spiel, da wir Zeit brauchten, um uns zurechtzufinden.

„Alles wurde innerhalb weniger Stunden entschieden.“

 Padel Magazine :  Wie verlief diese kurzfristige Vorladung?

 Charlotte Soubrie:  Wir bekamen den Anruf am Nachmittag des Vortages. Sobald ich die Information hatte, kontaktierte ich Fiona. Ich war etwa zwei Stunden von Bordeaux entfernt, aber Fiona war in Perpignan. Sie nahm den letzten Zug um 17 Uhr, und wir kamen spät abends an. Wir waren einfach nur froh, dort zu sein und spielen zu können. Premier Padel in Frankreich.

 Padel Magazine :  Du bist gerade aus Vichy zurückgekehrt, wie ist dein Praktikum verlaufen?

 Charlotte Soubrie:  Es ist immer schön, die anderen französischen Spieler wiederzusehen, da wir uns im Laufe des Jahres nicht oft treffen. Es war auch eine Gelegenheit, Juan Alday in seiner neuen Rolle als Nationaltrainer kennenzulernen.

 Fiona Ligi:  Wir treffen uns regelmäßig bei internationalen FIP-Turnieren, obwohl wir manchmal auch mit anderen Partnern spielen. Und natürlich bleiben die französischen Meisterschaften ein wichtiges Ereignis.

Charlotte Soubrié und Fiona Ligi: „Wir wollen beweisen, dass man auch ohne Profikarriere gute Leistungen bringen kann.“

„Die französische Nationalmannschaft bleibt unser Ziel.“

 Padel Magazine :  Was sind Ihre Ziele in dieser Saison?

 Charlotte Soubrie:  Ich denke, ich spreche auch im Namen von Fiona: Unser Ziel ist ganz klar die Rückkehr in die französische Nationalmannschaft. (Anmerkung der Redaktion: Fiona Ligi war letztes Jahr nicht Teil der französischen Nationalmannschaft.)

Gleichzeitig wollen wir bei FIP-Turnieren bestmögliche Ergebnisse erzielen, gemeinsam weiter Fortschritte machen und uns einen Platz in der Nationalmannschaft sichern, der uns sehr wichtig ist.

„Mein erstes Ziel ist bereits erreicht.“

 Padel Magazine :  Fiona, hattest du dir ein Ranking-Ziel gesetzt?

 Fiona Ligi:  Ja. Nach meiner Verletzung am Ende der letzten Saison war ich in der Weltrangliste abgerutscht. Mein erstes Ziel war es, bis Juli Platz 220 zu erreichen, und das habe ich nun geschafft.

Bis zum Ende der Saison möchte ich in die Top 200 der Weltrangliste vorstoßen, oder sogar noch weiter oben, falls sich die Gelegenheit ergibt. Im Moment konzentriere ich mich aber erst einmal auf dieses Jahr, bevor ich an das nächste denke.

Charlotte Soubrié und Fiona Ligi: „Wir wollen beweisen, dass man auch ohne Profikarriere gute Leistungen bringen kann.“

„Wir sind Spieler, die hart arbeiten.“

 Padel Magazine :  Ihr Alltag unterscheidet sich von dem vieler anderer Spieler auf der Tour…

 Charlotte Soubrie:  Ja, im Gegensatz zu manchen anderen haben wir Nebenjobs. Wir können nicht zweimal täglich trainieren.

Wir organisieren unsere Trainingseinheiten nach unseren Zeitplänen, abends, am Wochenende oder wann immer es uns passt. Fiona trainiert in Perpignan, während ich meine Zeit zwischen Toulouse und Biarritz aufteile.

 Fiona Ligi:  Mir geht es genauso. Ich unterrichte, daher muss ich Arbeit, Fitnesstraining, Padeltraining und Turnierreisen unter einen Hut bringen. Die ganze Organisation hängt von gutem Zeitmanagement ab.

„Diese Balance passt uns.“

 Padel Magazine :  Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, sich ausschließlich dem Padel-Sport zu widmen?

 Charlotte Soubrie:  Persönlich: Nein. Es ist eine bewusste Entscheidung.

Ich schätze die Balance, die ich zwischen Arbeit und Sport gefunden habe. Natürlich ist es nicht immer einfach, aber es ist ein Lebensstil, der heute perfekt zu mir passt.

„Wir bevorzugen den internationalen Rennzirkus.“

 Padel Magazine :  Wie wählst du deinen Kalender aus?

 Fiona Ligi:  Wir nehmen hauptsächlich an internationalen FIP-Turnieren teil.

In Frankreich spielen wir hauptsächlich P2000-Turniere, sofern diese geografisch gut erreichbar sind. Ansonsten priorisieren wir klar die internationale Turnierserie, wobei die französischen Meisterschaften unser wichtigstes nationales Event darstellen.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.