Partner nur wenige Tage vor Bordeaux Premier Padel Die P2-Spieler Philémon Raichman und Lucas Pillon bestritten ihr erstes gemeinsames Turnier gegen das hochkarätige Duo Sager/Belluati. Trotz der Niederlage konnten die beiden Franzosen viele positive Erfahrungen sammeln. Für den 18-jährigen Lucas Pillon bestätigt dieses erste P2-Turnier im eigenen Land seinen Fortschritt, nur wenige Tage bevor er als Sparringspartner am Trainingslager der französischen Nationalmannschaft teilnimmt. Sie blicken zurück auf den Beginn ihrer Partnerschaft, ihr Match, die Ratschläge der Trainerbank und die Ambitionen des jungen Bordeauxers.
„Wir sind in letzter Minute zusammengekommen.“
Padel Magazine Es handelte sich um eine völlig beispiellose Verbindung. Wie kam sie zustande?
Philémon Raichman: Ursprünglich sollten wir jeweils mit einem anderen Partner spielen. Lucas sollte mit einem Spieler zusammenspielen, der sich dann aber verletzte und absagen musste. Ich hingegen sollte mit Thomas Vanbauce spielen, doch unser Projekt zerschlug sich. Daher standen wir beide plötzlich ohne Partner zur Verfügung.
Lucas Pillon: Es hat alles ganz unkompliziert geklappt, aber wirklich erst in letzter Minute. Mein Partner war verletzt, und auch Philémon stand plötzlich ohne Partner da. Am Ende hat es sich aber ganz natürlich angefühlt, zusammen zu spielen.
„Wir sind ohne jeglichen Druck dorthin gegangen.“
Padel Magazine Sie hatten es von Anfang an mit einem sehr starken Paar zu tun…
Lucas Pillon: Ich persönlich bin ganz ohne Druck hingefahren. Natürlich wollten wir gewinnen, aber vor allem wollten wir Spaß haben. Wir wussten, dass wir gegen ein sehr starkes Paar spielen würden. Wir sind nicht optimal gestartet, konnten uns dann aber steigern.
Philémon Raichman: Wir bekommen nicht oft die Gelegenheit, gegen Spieler dieses Kalibers anzutreten, noch seltener unter den Bedingungen eines Premier Padel P2-Turniere unterscheiden sich deutlich von FIP-Turnieren. Der Spielbeginn war kompliziert, wir brauchten einige Zeit, um uns zurechtzufinden.
Dann kamen wir im ersten Satz stark zurück. Beim Stand von 5:4 hatten wir sogar einen Breakball, der den Satz komplett hätte drehen können. Im zweiten Satz schenkten sie uns deutlich weniger Punkte, und wir machten ein paar Fehler mehr. Gegen so ein Team werden Fehler sofort bestraft.

„Indem wir unser Spiel vereinfachten, haben wir unser Gespür dafür wiedergefunden.“
Padel Magazine Was änderte sich nach diesem schwierigen Spielbeginn?
Lucas Pillon: Ich glaube, wir haben einfach aufgehört, zu viel auf einmal zu wollen. Anfangs suchten wir vielleicht nach komplizierten Lösungen, wo wir einfacher hätten spielen sollen. Sobald wir zu einem simpleren Spielstil zurückkehrten, mit weniger Fehlern, konnten wir uns endlich richtig wehren. Wir waren viel solider.
Philémon Raichman: Es gab einige sehr gute Momente. Nun gilt es, dieses Niveau länger zu halten. Jeder Einbruch in Intensität oder Qualität schlägt sich gegen solche Gegner sofort im Ergebnis nieder. Dennoch gibt es viele positive Aspekte, und es war ein echtes Vergnügen, gegen ein P2-Team in Frankreich zu spielen, insbesondere für Lucas, der quasi ein Heimspiel hatte.
„Der Trainer hat uns gebeten, aktiv zu bleiben und es einfach zu halten.“
Padel Magazine Was waren die wichtigsten Ratschläge der Richter?
Philémon Raichman: Er forderte uns vor allem zu vollem Einsatz auf. Das Spiel war recht langsam, und man wurde leicht müde. Er betonte außerdem sehr einfache Spielzüge: mehr Lobs zum Rechtshänder, den Linkshänder mehr in die Defensive drängen, schnell auf die Füße spielen… Nichts Außergewöhnliches im Endeffekt, aber sobald wir diese Anweisungen befolgten, funktionierte es.
Lucas Pillon: Der Gegentreffer beim Stand von 2:2 hat uns wehgetan. Es war eine Reihe kleiner Fehler. Wir haben sie gemacht, sie nicht. Gegen Spieler dieses Kalibers entscheiden genau diese Details über Sieg oder Niederlage.

„Ich habe das Glück, mit den besten französischen Athleten trainieren zu dürfen.“
Padel Magazine Lucas, wie sieht dein Alltag mit 18 Jahren aus?
Lucas Pillon: Ich trainiere von Montag bis Freitag. Vormittags spiele ich eineinhalb bis drei Stunden Padel. Zwei- bis dreimal pro Woche absolviere ich außerdem Konditionstraining mit viel Krafttraining. Zusätzlich arbeite ich mit Virtual Reality, um meine Reflexe und Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern.
Ich habe auch einen Mentalcoach, den ich in der Regel einmal pro Woche sehe, wenn ich nicht an einem Turnier teilnehme. Allerdings habe ich noch keinen Ernährungsberater, obwohl ich weiß, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor für die Leistung ist.
Padel Magazine Sie arbeiten täglich in einem sehr anspruchsvollen Umfeld.
Lucas Pillon: Ja, ich schätze mich sehr glücklich. Man spricht oft über Maxime Joris oder Nicolas Rouanet, aber es gibt auch Elios Arrat und viele andere Spieler in den französischen Top 50. Eine Trainingsgruppe dieses Kalibers zu haben, ist eine großartige Chance, sich zu verbessern.
„Mein Ziel ist es, in die französische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden.“
Padel Magazine Du wirst als Sparringspartner am Trainingslager der französischen Mannschaft teilnehmen. Was genau beinhaltet das?
Lucas Pillon: Ich freue mich sehr über die Teilnahme. Es ist schon jetzt eine tolle Erfahrung. Mein Ziel ist aber klar: Nächstes Jahr möchte ich als Spielerin ausgewählt werden.
Ich werde mir keinen Druck machen. Ich möchte einfach zeigen, was ich kann, mich stetig verbessern und vor allem diese Chance optimal nutzen. Eines Tages in der französischen Nationalmannschaft zu spielen, ist definitiv eines meiner Karriereziele.
Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.


























































































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