Bekannt für die Popularisierung des Online-Schachs in Frankreich, Kevin Bordi, Alias BlitzstreamEr überraschte einen Teil seiner Community, indem er erklärte, warum er sich vom Schachwettbewerb zurückgezogen hatte (zu sehen auf Blitzstream Fan).
In einem kürzlich geführten Interview ging er näher auf ein tieferliegendes Gefühl ein: eine Müdigkeit angesichts des Tempos der Turniere, des sich anhäufenden Stresses… und das Padel der aus dem Nichts auftaucht.

Für diejenigen, die diesem Creator nicht folgen, ist eine kurze Erinnerung notwendig.

Wer ist Blitzstream?

  • YouTuber und Streamer, spezialisiert auf Schach
  • Insgesamt über 300.000 Abonnenten.
  • Ehemaliger Wettkampfspieler mit einer Elo-Zahl über 2300
  • Veranstalter äußerst beliebter Live-Bildungsstreams
  • Einer der einflussreichen Akteure, die zur Demokratisierung des Schachs in Frankreich beigetragen haben.

Er ist heute seltener bei Turnieren anzutreffen, veröffentlicht weniger rein schachbezogene Inhalte und widmet mehr Zeit sportlichen Aktivitäten… darunter auch Padel.

„Früher hat mir das Spielen Spaß gemacht… aber es brachte mir nichts mehr.“

Blitzstream erklärt zunächst, dass ihm das Training an sich sehr gefiel:

„Mir hat das Spielen wirklich Spaß gemacht, sowohl Schnellschach als auch Blitzschach. Ich habe das Spielen wirklich geliebt.“

Doch mit der Zeit hatte er das Gefühl, dass ihm der Wettbewerb persönlich nichts mehr brachte:

„Das Problem ist, es ist nutzlos… Damals war es völlig sinnlos.“

Sein Ziel ist es in erster Linie, ein Gefühl von Spielen um des Spielens willenohne dass sich dies positiv auf sein tägliches Leben auswirkte.

Interclub-Wettbewerbe: der Bruchpunkt

Er sagt, er habe versucht, die Interclubs, die Mannschaftsmeisterschaft, die die Schachsaison in Frankreich strukturiert, zu übernehmen.

„Ich habe noch einmal gespielt, acht Spiele zwischen verschiedenen Vereinen. Ich dachte mir: Okay, tschüss! Schrecklich.“

Für ihn ist das Modell anstrengend:

  • Ein ganzes Wochenende im Zeichen der Reise und des Spiels.
  • intensiver mentaler Stress
  • körperliche Erschöpfung aufgrund ständiger Anspannung
  • und am Montag mit dem Gefühl, sich noch nicht erholt zu haben, zur Arbeit zurückzukehren.

„Du kommst am Montagmorgen nach Hause, bist völlig fertig, noch müder als am Freitagabend.“

Die zentrale Botschaft: der Unterschied zwischen einer körperlichen Sportart und Schach

Hier setzt Blitzstream seine Denkweise in einen persönlicheren Kontext.

Er erklärt, dass er neben dem Schachspiel weitere Aktivitäten entdeckt oder wiederentdeckt hat – insbesondere das Padel, eine Schlägersportart, die in Frankreich ein massives Wachstum erlebt.

Und der Vergleich ist für ihn schlüssig:

„Man geht zum Sport, verausgabt sich, und danach will man noch etwas unternehmen.“
„Bei Misserfolgen ist es genau umgekehrt: Man ist frustriert, weil man die ganze Zeit sitzen geblieben ist, und man hat seinen Körper belastet.“

Seine Erfahrung mit Padel, einer geselligen, dynamischen und zugänglichen Sportart, bringt ihm Folgendes ein:

  • körperliche Aktivität
  • Dampf ablassen
  • die Freude am Spielen im Freien
  • gesellschaftliche Zusammenkünfte
  • Wohlbefinden nach Anstrengung.

Umgekehrt beschreibt er Schach als eine Disziplin, die einen nach einer intensiven Partie „ausgelaugt“ oder sogar demotiviert zurücklassen kann.

Eine Sportart „für faule Vierzigjährige“: eine bewusst provokante Formulierung

In einer für seinen Humor typischen Tirade erklärt er:

« Padel„Ein Sport für faule, mittelalte Hipster. Außergewöhnlich. Genial.“

Eine offensichtlich ironische Aussage, die darauf abzielt, die Wahrnehmung zu entkräften, dass Padel ein „einfacher Sport“ sei.
Er weist außerdem darauf hin, dass alles von der verfügbaren Freizeit abhängt und dass jeder innerhalb seiner eigenen Grenzen arbeitet.

Die Auswirkungen auf das Privatleben

Ein wichtiger Punkt taucht in seiner Rede immer wieder auf:

„Wenn man in einer Beziehung ist, kommt man nach Hause und ist weniger involviert.“

Er erklärt, dass der Stress, der sich während Schachwettkämpfen ansammelt, für den Rest des Tages kaum noch Energie übrig lässt.
Im Gegenteil, eine körperliche Aktivität wie Padel, selbst wenn sie anstrengend ist, gibt ihm mehr Motivation und Energie.

Eine persönliche Entscheidung, keine Ablehnung von Misserfolgen.

Blitzstream hat Schach nicht „aufgegeben“:

  • Er spricht gelegentlich immer noch darüber.
  • folgt wichtigen Ereignissen
  • Gelegentlich kommentiert er Teile des Spiels.
  • und bleibt eine wichtige Figur in der französischsprachigen Szene.

Doch mittlerweile hat er ein ausgeglicheneres Verhältnis zum Spiel.
Padel bietet ihm nun das, was ihm das Wettkampfschach nicht mehr geben konnte: ein einfaches Vergnügen und eine echte Abgeschiedenheit.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.