Fernando Belasteguín, lebende Legende des Padel, sprach mit Markierung um auf das Ende seiner Karriere und sein Vermächtnis zurückzublicken. Der ehemalige Weltranglistenerste, der die Tour sechzehn Saisons in Folge dominierte, hat gerade seine zweite Biografie veröffentlicht. Bela, die Geschichte geht weiter, wo er seine letzten Jahre als Profispieler Revue passieren lässt.

Das Ende einer Ära

Der „Boss“ gibt zu, dass ihm erst spät im Leben klar wurde, dass er seinen Platz an der Spitze des Padel-Sports nie wieder einnehmen würde:

 „Mir wurde klar, dass ich Mitte 2023, in den letzten Monaten meiner Karriere, nicht mehr die Nummer eins sein würde.“ 

Eine Aussage, die an den Moment erinnert, als Coello und Tapia, zwei Spieler, die er selbst trainierte, begannen, unangefochten zu dominieren. Premier PadelBela erinnert sich, dass er nach seiner schweren Ellbogenverletzung im Jahr 2018 nie wieder dieselbe körperliche Verfassung erlangte wie zuvor.

Ein Modell der Anpassung

Auf die Frage, was ihn stark mache, betont Belasteguín seine Fähigkeit, sich in den Dienst seiner Partner zu stellen:

 „Ich habe mein Ego immer zurückgestellt, um mich an jeden Teamkollegen anzupassen. Das einzige Ziel, das für mich zählte, war der Sieg.“ 

Neben Juan Martín Díaz, Pablo Lima, dann Agustín Tapia und Arturo Coello gelang es Bela dennoch, sein Spiel neu zu erfinden, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Tapia und Coello, die neue Ära

Belasteguín verhehlt nicht, dass er das Potenzial von Agustín Tapia schon sehr früh erkannt hat:

 „Seinen großen Qualitätssprung verdankte er seiner körperlichen Arbeit. Heute hat er den dritten Satz mit der gleichen Intensität beendet wie den ersten.“ 

An Coello, mit dem er 2022 in Monterrey seinen letzten Titel gewann, hat Bela starke Erinnerungen und erinnert sich an ihre Umarmung in Mar del Plata:

 „Ich habe ihnen gedankt. Sie haben es mir ermöglicht, weiterhin auf sehr hohem Niveau zu spielen, und sie tun viel Gutes für Padel.“ 

Ein reibungsloser Abschluss trotz Verletzungen

Sein Abschied war von Schmerzen geprägt: ein geschwächter Ellenbogen, ein Muskelfaserriss im Oberschenkel und sogar ein Beinaheunfall unter der Dusche. Dennoch schätzt er sich glücklich:

 „Ich hatte große Angst, dass ich meine letzte Saison nicht spielen könnte. Dass ich sie so beendete, wie ich es geplant hatte, hat alles verändert.“ 

Sein letztes Spiel in Mailand war eine Erleichterung:

 „Ich habe mich selbst entleert, ich hatte nichts mehr zu geben. Es war eine große Erleichterung.“ 

Ein Blick auf aktuelle Padel

Mit seiner gewohnten Offenheit analysiert Bela auch die Gegenwart der Rennstrecke:

 „Ich glaube, dass heute die einzigen sind, die mit dem Partner spielen, den sie wirklich wollen, Tapia und Coello.“ 

Ein Satz, der in einer Zeit widerhallt, in der sich Paarwechsel vervielfachen Premier Padel, und wo das spanisch-argentinische Duo weiterhin der Stabilitätsfaktor der Rennstrecke ist.

Mit 230 Titeln, 16 Saisons an der Spitze der Weltrangliste und einem selbstbewussten Übergang in seine Nachkarriere hinterlässt Bela das Bild eines unermüdlichen Konkurrenten, aber auch eines Staffelstabgebers, der sich bewusst ist, dass die Zukunft des Padel derzeit in den Händen von Tapia und Coello liegt.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.

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