Zwei Tage vor dem Start desFIP Bronze Marnes-la-Coquette 2026Die Organisatoren arbeiten weiterhin an der Strukturierung eines Projekts, das sich schrittweise in der französischen Padel-Szene etablieren soll. Neben der sportlichen Organisation gewinnt ein weiterer Aspekt zunehmend an Bedeutung: Partnerschaften und die damit verbundenen Möglichkeiten für Marken.

Gemeinsam mit Victor arbeitet Adrien Westermann an der strategischen Dimension des Turniers: Aktivierung, Partnererlebnis, Kontinuität der Initiativen und Imageentwicklung der Veranstaltung. Mit seiner Erfahrung in Sportmarketingagenturen, Startups und der LFP (französische Profifußballliga) sieht er Padel als besonders interessantes Feld für Unternehmen, die engere Beziehungen und mehr Engagement anstreben.

„Mehr als nur eine Veranstaltung schaffen“

Wie sind Sie zum FIP-Projekt in Marnes-la-Coquette gekommen?

Victor erzählte mir von dem Projekt und hatte dabei eine ganz klare Vision: Es ging darum, eine qualitativ hochwertige Veranstaltung im menschlichen Maßstab zu schaffen, die schrittweise wachsen kann.

Genau das hat mich angesprochen. Ich habe immer in Umfeldern gearbeitet, in denen es darum geht, mehr als nur eine Veranstaltung zu schaffen: ein stimmiges Erlebnis mit Partnern, die etwas zu sagen haben.

Meine ersten Erfahrungen damit sammelte ich in einer Sportmarketingagentur, dann in der Startup-Szene und schließlich insbesondere bei der LFP (französische Profifußballliga) im Bereich Sponsoring und Aktivierung. Auch heute noch, bei Trajectoire Studio, ist der Grundgedanke derselbe: Lösungen zu entwickeln, die Marken, Zielgruppen und Teilnehmern einen Mehrwert bieten.

Padel ist aus diesem Grund heute so aufregend.

„Wir wollten nicht einfach nur Logos aneinanderreihen.“

Welche genaue Rolle haben Sie in der Organisation?

Victor ist größtenteils für die operativen und organisatorischen Aspekte des Turniers zuständig. Ich hingegen konzentriere mich mehr auf die Gestaltung von Partnerschaften, Aktionen und das gesamte Erlebnis rund um die Veranstaltung.

Wir haben schon sehr früh entschieden, dass wir nicht einfach nur Logos um die Spielfelder herum anbringen wollten. Selbst für eine erste, eher vertrauliche und stellenweise noch „handwerklich“ anmutende Auflage wollten wir etwas Kohärentes schaffen.

Die Frage für uns lautet: Wie kann eine Marke in diesem Umfeld ihren Platz finden? Wie kann sie Spielern und Besuchern etwas Nützliches oder Unvergessliches bieten?

Adrien Westermann: „Padel entwickelt sich zu einem echten Terrain für Markenpräsentation.“

HEAD und CUPRA als erste starke Signale

Es ist Ihnen gelungen, bereits mit dieser ersten Ausgabe wichtige Partner zu überzeugen…

Ja, und ehrlich gesagt ist es eine echte Genugtuung, denn wir sprechen hier von einer Erstausgabe. Wir mussten die Leute davon überzeugen, dass das Projekt glaubwürdig und seriös ist und vor allem eine mittelfristige Vision verfolgt.

Die Einbindung von Padel-Legenden wie HEAD ist zweifellos ein starkes Signal. Gleiches gilt für CUPRA, angesichts seiner regionalen Wurzeln. Diese Marken verstehen die Standards des Sports und wählen ihre Marketingaktivitäten sorgfältig aus.

Interessant sind aber auch all die Gespräche, die wir mit Marken geführt haben, die nicht unbedingt historisch aus dem Padel-Sport stammen, sondern in diesem Sport ein äußerst dynamisches Ausdrucksfeld sehen.

„Padel ist viel mehr als nur ein Sport geworden.“

Warum schenken Marken dem Padelsport heutzutage so viel Aufmerksamkeit?

Denn Padel ist längst viel mehr als nur ein Sport.

Offensichtlich wächst der Sport selbst, aber vor allem das gesamte Umfeld: die Communities, die Netzwerke/Padel-Netzwerke, die Firmenveranstaltungen, die Firmenseminare, die sozialen Inhalte… Marken erkennen, dass es sich um ein äußerst lebendiges und beziehungsorientiertes Umfeld handelt.

Und das Interessante daran ist, dass es ein recht zugänglicher Raum bleibt. Man kann unkompliziert und natürlich mit Spielern, Praktikern, Gästen oder Entscheidungsträgern in Kontakt treten.

Selbst bei einem FIP-Bronze-Turnier sprechen wir immer noch von 150 bis 200 Spielern, die über eine Woche hinweg anwesend sind, mit viel Verkehr, viel Zeit, die vor Ort verbracht wird, und einem echten Gefühl der Verbundenheit.

Für manche Marken ist dies deutlich ansprechender als eine sehr umfangreiche, aber unpersönliche Aktivierungsmaßnahme.

Wohlbefinden, Hautpflege, Regeneration: neue Gebiete zum Erkunden

Welche Art von Partnern möchten Sie in Zukunft gewinnen?

Wir wollen weiterhin ganz unterschiedliche Gebiete erkunden.

Wir hätten beispielsweise gerne mehr Partner aus den Bereichen Hautpflege, Wellness oder Kosmetik für Männer und Frauen eingebunden, um bestimmte Bereiche – wie Umkleidekabinen oder Erholungsbereiche – in echte Komforterlebnisse für die Spieler zu verwandeln.

Das ist genau die Art von Aktivierung, die uns interessiert: etwas Nützliches, Natürliches und Kontextgerechtes.

Padel ermöglicht dies, weil die Menschen das Event wirklich erleben. Sie bleiben vor Ort, interagieren, konsumieren Inhalte und verbringen Zeit miteinander. Für eine Marke ist es eine äußerst vielseitige Plattform zur Selbstdarstellung.

„Das Projekt intelligent weiterentwickeln“

Ist diese FIP-Bronze-Zertifizierung also ein erster Schritt?

Ja, vollkommen.

Wir sind uns der aktuellen Größe des Projekts sehr bewusst. Eine FIP-Bronzemedaille ist in der Welt des Sports immer noch ein relativ seltenes Ereignis, und diese erste Auflage erfordert einen enormen Energieaufwand.

Aber genau das ist es, was diesen noch immer sehr handwerklichen Aspekt so anregend macht. Wir lernen, wir passen uns an, wir tauschen uns viel mit Partnern und Spielern aus.

Das Hauptziel heute ist es, zu zeigen, dass wir eine qualitativ hochwertige, stimmige und unterhaltsame Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Anschließend ermöglicht uns das FIP Silver im September einen weiteren Schritt nach vorn, mit größerer Sichtbarkeit und einem sehr interessanten Kontext kurz vor dem Major von Paris. Premier Padel.

Und natürlich denken wir bereits darüber nach, was 2027 als Nächstes kommt, mit dem Ziel, das Projekt weiterhin intelligent auszubauen, ohne Schritte zu überspringen.