Jahre vergehen, doch der Wunsch bleibt ungebrochen. Nachdem er sich zusammen mit Juanlu Esbrí für das Halbfinale des P1-Turniers in Pretoria qualifiziert hatte, nutzte Sanyo Gutiérrez seine hervorragende Turnierleistung, um den argentinischen Nationaltrainern eine Botschaft zu senden. Angesichts der Weltmeisterschaft in Doha, die nur noch wenige Monate entfernt ist, hofft der „Magier“ immer noch, ein letztes Mal das Trikot der Albiceleste tragen zu dürfen. 

„Ich habe diesen Traum immer noch.“

Mit 42 Jahren hätten viele ihre Karriere bereits beendet. Nicht so Sanyo Gutiérrez.

Der Argentinier misst sich weiterhin mit den besten Paaren der Welt, und sein Erfolg beim P1-Turnier in Pretoria ist ein weiterer Beweis dafür. Nach dem Einzug ins Halbfinale mit Juanlu Esbrí sprach er offen über sein größtes Ziel für den Saisonabschluss: die Teilnahme an der Weltmeisterschaft Anfang November in Doha.

„Ich hatte das Glück, mein Land schon oft vertreten zu dürfen. Bei der letzten Weltmeisterschaft bat ich meine Teamkollegen, mein Trikot zu unterschreiben, weil ich dachte, es wäre mein letzter Einsatz. Aber ich will ehrlich sein: Ich brenne darauf, wieder für Argentinien zu spielen. Ich würde wahnsinnig gerne noch einmal bei einer Weltmeisterschaft dabei sein.“

Eine aufrichtige Erklärung an die argentinischen Trainer Gaby Reca und Rodri Ovide.

„Heute glaube ich, dass ich sie zum Zögern bringen kann.“

Sanyo räumt ein, dass er sich selbst vorgestellt hatte, sein Alter würde ihm die Chance auf eine Nominierung endgültig verschließen.

Seine jüngsten Auftritte haben ihm jedoch neue Hoffnung gegeben.

„Beim letzten Turnier dachte ich, mit 42 hätte ich keine Chance mehr. Heute habe ich das Gefühl, dem Trainer zumindest etwas zum Nachdenken geben zu können. Ich bin immer noch auf einem guten Niveau, kann mich weiterhin mit den jüngeren Spielern messen und gegen sehr gute Doppel auf Augenhöhe spielen. Mein Ehrgeiz ist ungebrochen, auch wenn ich weiß, dass die Entscheidung bei ihm liegt.“

Eine Rede, die den Wettbewerbsgeist eines Spielers widerspiegelt, der sich weigert, sich aufgrund seines Alters Grenzen zu setzen.

Das Geheimnis seiner Langlebigkeit

Obwohl Padel immer schneller und körperbetonter wird, spielt Sanyo weiterhin in der Weltspitze. Seine größte Motivation bleibt dabei die wichtigste Triebkraft.

„Das Geheimnis liegt im eigenen Willen. Am wichtigsten ist es, in Rente zu gehen, weil man es selbst beschlossen hat, nicht weil andere einem sagen, man sei zu alt oder nicht mehr leistungsfähig. Man muss lernen, sich von diesem äußeren Lärm abzuschotten.“

Diese Entschlossenheit geht einher mit einem tadellosen Lebensstil. Der ehemalige Weltranglistenerste erklärt, dass er sich mit einem kompletten Team aus Fitnesstrainer, Ernährungsberater und Coach umgibt. In seinem Haus ist alles auf optimale Regeneration ausgerichtet.

„Ich kümmere mich bestmöglich um meinen Körper. Jeden Morgen frage ich mich, was ich noch verbessern kann. Ab einem gewissen Alter muss man Qualität vor Quantität stellen, und das habe ich gelernt.“

Eine Nachricht, die vor der Weltmeisterschaft verschickt wurde

Auch wenn sein südafrikanisches Abenteuer letztendlich im Halbfinale gegen Alejandro Galán und Federico Chingotto endete, bewies Sanyo Gutiérrez in Pretoria, dass er immer noch Hauptrollen spielen kann.

Es bleibt abzuwarten, ob seine Leistungen Gaby Reca und Rodri Ovide davon überzeugen werden, ihm ein neues Abenteuer im argentinischen Nationaltrikot anzubieten.

Eines ist sicher: Mit 42 Jahren hat der „Magier“ noch nicht sein letztes Wort gesprochen.

Maceo ZERHAT

Maceo Zerhat entdeckte Padel im Jahr 2020 in Savigny-sur-Clairis in Burgund. Er trug zur Expansion des Clubs bei, indem er seine Energie und Neugierde einbrachte. Padel Magazineer übermittelt seine Padel"Mania", indem Sie geschickt auf die neuesten Nachrichten über Ihren Lieblingssport aufspringen!