Auf diesem Niveau zählt jedes Gramm. Der belgische Golfer Clément Geens, der kürzlich beim London P1 zusammen mit Thomas Leygue antrat, enthüllte eine Besonderheit, die Kennern nicht entgangen ist: eine sehr ungewöhnliche Art, den Ball zu greifen. Eine Wahl, die alles andere als ästhetisch ansprechend ist, aber dem Streben nach einem besonders präzisen Ballgefühl geschuldet ist. 

Eine Installation, um… ein paar Gramm zu sparen

Beim Anblick seines Schlägers ist man wenig überrascht. Clément Geens umschließt den Griff nicht vollständig mit Griffband und Übergriff, sondern lässt bewusst einen Teil des Griffs unbedeckt.

Eine ungewöhnliche Konstellation, die der belgische Spitzenspieler selbst erklärte:

„Ich rate niemandem, es so zu machen wie ich. Es ist eine sehr persönliche Angelegenheit, und jeder muss seinen eigenen Weg finden, seinen Schläger vorzubereiten.“

Ziel ist es nicht, den Griff zu verbessern, sondern die Balance des Paddels zu verändern.

Ein leichterer Schläger in der Hand, schwerer im Kopf

Geens sucht in erster Linie nach einem ganz bestimmten Gefühl.

„Ich mag sehr leichte Schläger, aber mit etwas mehr Gewicht im Kopf. Indem ich den vollen Griff oder das Overgrip nicht verwende, spare ich etwa fünf oder sechs Gramm am Griff. Je nach Schläger füge ich dann manchmal noch etwas Gewicht im Kopf hinzu.“

Durch die Reduzierung des Gewichts am unteren Ende des Schlägers verlagert sich der Schwerpunkt auf natürliche Weise zum Schlägerkopf. Das Ergebnis ist ein Schläger, der sich wendiger anfühlt und gleichzeitig bei Offensivschlägen mehr Schwung behält.

Noch ein Detail: Diese Konfiguration genügt ihm vollkommen, da er nur den Platz benötigt, der nötig ist, um seine rechte Hand auf den Griff zu legen.

Warum nutzt Clément Geens seinen Griff nicht wie die anderen?

Auf höchster Ebene wird nichts dem Zufall überlassen.

Dieses Beispiel mag anekdotisch erscheinen, aber es veranschaulicht perfekt das Erwartungsniveau an professionelle Spieler.

Gewicht, Balance, Anzahl der Griffbänder, Griffstärke … jedes Detail wird sorgfältig durchdacht, um das optimale Spielgefühl für den jeweiligen Spieler zu erzielen. Zwei Spieler, die exakt dasselbe Schlägermodell verwenden, können daher völlig unterschiedliche Spielstile entwickeln.

Clément Geens selbst weist darauf hin:

„Ich rate nicht dazu, es anderen gleichzutun. Jeder muss selbst herausfinden, was für ihn funktioniert.“

Ein weiterer Beweis dafür, dass es auf höchstem Niveau manchmal auf fünf Gramm ankommt.

Maceo ZERHAT

Maceo Zerhat entdeckte Padel im Jahr 2020 in Savigny-sur-Clairis in Burgund. Er trug zur Expansion des Clubs bei, indem er seine Energie und Neugierde einbrachte. Padel Magazineer übermittelt seine Padel"Mania", indem Sie geschickt auf die neuesten Nachrichten über Ihren Lieblingssport aufspringen!

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