Wie spielt man gegen Arturo Coello und Agustín Tapia? Gast von Bandeja, der offizielle Podcast von Premier PadelDer argentinische Spitzenspieler erklärte sich bereit, sich in die Lage des Trainers eines gegnerischen Doppelpaares zu versetzen. Seine Antwort ist ebenso amüsant wie aufschlussreich: Für ihn ist es besser, Coello aus dem Weg zu gehen und sich stattdessen auf Tapia zu konzentrieren.
Dies ist eine Frage, die sich viele Trainer im Profisport sicherlich stellen: Wo soll man spielen, wenn man gegen Arturo Coello und Agustín Tapia antritt?
In der zweiten Folge von Bandeja, der offizielle Podcast von Premier Padel Moderiert von Bárbara Vitantonio und Alberto Bote, spielte Agustín Tapia mit.
Das Prinzip war einfach: für einen Moment vergessen, dass er Mitglied des ersten Doppelpaares ist, und sich in die Lage des Trainers versetzen, der mit der Vorbereitung eines Spiels gegen… Coello / Tapia beauftragt ist.
„Ich würde alles auf Tapia setzen.“
Die an den Argentinier gerichtete Frage war besonders direkt: „Wie würdest du gegen Tapia und Coello spielen?“
Tapia zögert einige Sekunden, bevor er eine Antwort gibt, die Bände über seine Bewunderung für seinen Partner spricht.
„Arturos Spielweise erscheint mir unglaublich. Jedes Mal, wenn ich gegen ihn spielen musste, schien es fast unmöglich.“
Seine Schlussfolgerung?
„Ich würde alles auf mich selbst setzen. Alles auf Tapia.“
Eine Antwort, die mit einem Lächeln übermittelt wird, aber gleichzeitig eine echte taktische Analyse enthält.
Tapia erklärt, dass er es vor ihrer Partnerschaft äußerst schwierig fand, gegen Coello Lösungen zu finden, als er gegen ihn antrat.
„Arturo, ich stelle ihn ganz oben hin und lasse ihn in Ruhe. Ich würde nicht gegen ihn spielen.“
Tapia greift daher bevorzugt an… Tapia
Die Szene ist offensichtlich sehr reizvoll.
Einer der talentiertesten Padelspieler der jüngeren Geschichte erklärt selbst, dass er, wenn er sich ein Ziel aus dem Weltranglistenersten-Paar aussuchen müsste, Er ist derjenige, den er wählen würde. .
Seine Analyse enthält jedoch eine wichtige Nuance.
Tapia weist darauf hin, dass die Spielbedingungen das Kräfteverhältnis verändern können.
„Offensichtlich gibt es Wege, die die eine oder andere Seite mehr begünstigen als die andere.“
Je nach Geschwindigkeit der Bahn, atmosphärischen Bedingungen oder Höhe des Aufpralls können die zu nutzenden Bereiche daher variieren.
Trotzdem bleibt seine grundsätzliche Entscheidung dieselbe: Tapia wird mehr angesprochen als Coello.
Gegenseitige Bewunderung bildet den Kern ihrer Verbindung.
Diese Antwort trägt in erster Linie dazu bei, ein grundlegendes Element der Arbeitsweise der Golden Boys zu verstehen: gegenseitige Bewunderung .
Wenige Minuten später erklärt Tapia, dass die Beziehung zwischen den beiden Spielern eine der größten Stärken ihrer Partnerschaft sei.
Er spricht über Selbstvertrauen, Bescheidenheit und die Fähigkeit, die eigenen Fehler zu erkennen.
„Wir wissen, dass wir beide an einem Strang ziehen.“
Eine Beziehung, deren wahrer Wert sich seiner Meinung nach in schwierigen Zeiten zeigt.
„Es ist nicht immer sichtbar, aber in den schlechten Zeiten sieht man es. Und das gibt einem etwas Zusätzliches.“
Ein Detail, das in der ersten Runde den Unterschied ausmachen oder im Finale das Blatt wenden kann.
„Arturo lehrt mich jeden Tag, was eine Siegermentalität ausmacht.“
Tapias Bewunderung für Coello beschränkt sich nicht allein auf dessen Spielstil.
Wenn er seine berühmte Geste erwähnt, bei der er sich mit dem Finger an die Schläfe fasst – ein Symbol für die Bedeutung des Geistes –, zitiert der Argentinier direkt seine Partnerin.
„Arturo lehrt mich jeden Tag, was es bedeutet, eine Siegermentalität zu haben.“
Für Tapia stellt mentale Stärke mittlerweile eine wesentliche Dimension ihres Erfolgs dar.
Und auf die Frage, wie man das eigene Paar schlagen könne, wird seine Antwort letztlich fast zu einer Hommage an seinen Partner:
Wenn Agustín Tapia gegen Coello/Tapia antreten müsste, würde er lieber gegen Agustín Tapia spielen.
Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.