Fast zweieinhalb Sätze lang standen keine Weltranglistenzweiten auf dem Centre Court in Valencia. Es waren lediglich vier Padelspieler, die sich einen Kampf lieferten, in dem zwei furchtlose Nachwuchsspieler Alejandro Galán und Federico Chingotto lange Zeit auf Trab hielten.

Am Ende setzten sich die Favoriten in drei Sätzen durch, doch das Ergebnis erzählt nur einen Teil der Geschichte. Mariano González und Curro Cabeza lieferten eine der bemerkenswertesten Leistungen des bisherigen Turniers ab.

Der paraguayische Spieler zeigte eine besonders bemerkenswerte Leistung mit seinem Schmetterball. Er ging in Situationen, in denen viele andere den sicheren Weg gewählt hätten, zahlreiche Risiken ein und traf dabei stets ins Schwarze. Jeder gewonnene Punkt schien sein Selbstvertrauen und das seiner Partnerin zu stärken.

Ein Paar, das keine Angst davor hat, gegen die Favoriten anzutreten

Schon in den ersten Ballwechseln zeigten González und Cabeza eine ungewöhnliche Haltung gegenüber einem solchen Gegner: keine Zurückhaltung, keine Berechnung, keine Furcht.

Die beiden jungen Spieler betraten den Platz mit der Unbekümmertheit von Spielern, die nichts zu verlieren hatten, und der Überzeugung, auf diesem Niveau mithalten zu können. Lange Zeit war keine Hierarchie zwischen den beiden Teams erkennbar. Die Weltranglistenzweiten waren einfach zwei Padelspieler, die einem Gegner gegenüberstanden, der ihnen Paroli bieten konnte.

Chingalán gezwungen, auf ihre Ressourcen zurückzugreifen

Auf der anderen Seite mussten Galán und Chingotto hart arbeiten. Weit entfernt von ihrer gewohnten Dominanz waren sie gezwungen, ständig mobilisiert zu bleiben.
Galán wirkte nervöser als sonst und leistete sich einige ungewohnte Fehler, während Chingotto seine Vibora stärker beanspruchen musste. Entscheidend war die ständige Präsenz des besonders aggressiven Curro Cabeza am Netz, der oft sehr hoch positioniert war, um Schläge abzufangen und die gewohnten Spielmuster der Nummer zwei der Welt zu stören.

Die gegenseitige Ermutigung der beiden Männer verstärkte sich – ein Zeichen dafür, dass die Gefahr real war. Sie ließen nie den Kopf hängen und zeigten nicht die geringste Spur von Resignation, doch sie mussten große mentale Stärke beweisen, um im Spiel zu bleiben.

Ein paar Details, die den Spielverlauf wendeten.

Der Wendepunkt kam schließlich Mitte des dritten Satzes.

Nachdem Curro Cabeza über zwei Sätze hinweg ein außergewöhnlich hohes Niveau gehalten hatte, ließ seine Intensität als erste etwas nach. Ein, zwei zu kurze Schmetterbälle eröffneten Galán Chancen. Kurz darauf kassierte Mariano González mehrere etwas zu lange Lobs.

Bei einem Paar Schuhen dieser Klasse sind solche Details unverzeihlich.

Chingalán erlangte daraufhin wieder die Oberhand. Ihre Erfahrung machte in entscheidenden Momenten den Unterschied und nutzte einige Zögerlichkeiten ihrer Gegner zu entscheidenden Durchbrüchen.

Ein Spiel, das einen Wendepunkt markieren könnte

Abgesehen von der Qualifikation der Favoriten dürfte dieses Spiel durchaus als eines der grundlegenden Spiele für das junge Duo González/Cabeza in Erinnerung bleiben.

Fast zwei Stunden lang demonstrierten sie, dass sie nicht nur über die technischen Fähigkeiten, sondern auch über die Persönlichkeit verfügten, um mit den besten Teams der Liga mitzuhalten. Sie spielten befreit, ungehemmt und ohne jemals ihre Spielweise aufzugeben.

Und selbst wenn Galán und Chingotto ihre Reise in Valencia fortsetzen, wissen sie nun, dass sie einer großen Enttäuschung sehr nahe gekommen sind.

Antoine Tricolet

Ich habe das entdeckt Padel Ich bin zufällig auf einem Campingplatz in Spanien gelandet. Ich war sofort begeistert; seit drei Jahren spiele ich leidenschaftlich Padel und verfolge internationale und regionale Neuigkeiten mit der gleichen Begeisterung wie den Sport selbst.

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