Er weiß, dass er beobachtet, kritisiert und zur Leistung angehalten wird. Nach einer durchwachsenen Saison, die von Verletzungen und dem Ende seiner Partnerschaft mit Franco Stupaczuk geprägt war, Juan Lebron Ganz von vorn anfangen. Neuer Pala Babolat, eine neue Marke, die seinen Namen trägt, ein neuer Partner – der junge Argentinier Leo Augsburg —und vor allem ein klarerer Diskurs: „Ich muss wieder ein besserer Teamkollege werden.“
In einem Interview mit BRAND„El Lobo“ enthüllt die Geschichte hinter den Kulissen seines Wiederaufbaus, zwischen Selbstreflexion, Markenstrategie und neuem Ehrgeiz.

Ein Pala in seinem Bild

Lebrón spricht ausführlich über die Veröffentlichung seines neuen Pala-Songs. Babolat „Ein Paddel mit viel Power, guter Reaktionsfähigkeit … sehr schön, sehr griffig, was gut zu meiner Persönlichkeit passt.“ Er erklärt, dass er direkt an der Entwicklung beteiligt war: „Es ist genau das, was ich wollte und was sie wollten.“
Er betont auch die Ästhetik, die er für wesentlich hält: „Ich habe es einmal gesehen und gesagt: perfekt.“ weich Es wurde außerdem so konzipiert, dass es sich an kältere Bedingungen oder schwerere Bälle anpassen lässt. Er versichert jedoch, dass der Schläger, den er auf der Tour verwendet, genau dasselbe wie das, das in den Läden verkauft wird..

„Ich mache eine Pala für den Amateur. Ich mache nicht eine Pala für mich selbst und eine andere für die Öffentlichkeit.“
Dieser Ansatz spiegelt eine bewusste Positionierung wider: Lebrón gibt sich nicht mit einer bloßen Botschafterrolle zufrieden; er will im Zentrum des kreativen Prozesses stehen und sowohl Höchstleistungen als auch Zugänglichkeit für Amateurspieler fordern. Der andalusische Spieler nimmt seine Rolle als Marke voll und ganz an.

Die Marke „Juan Lebrón“, jenseits des Gerichtssaals

Auf die Frage nach dem Logo und der Marke, die seinen Namen tragen, vertraute Lebrón an: „Ich identifiziere mich mit diesem Spitznamen, mit dieser Marke... sie repräsentiert das, was ich auf dem Spielfeld bin: Kampfgeist, Leidenschaft.“
Sein Ziel geht über reinen kommerziellen Erfolg hinaus. Er möchte eine in sich geschlossene Welt um sich herum erschaffen: Kleidung, Textilien, Schuhe, Accessoires. Der Designer erklärt, dass er sich auf die Qualität der Materialien und die Ästhetik konzentriert hat: ärmellose Poloshirts, dünnere Trainingsanzüge, modernere Schnitte…
Diese Entwicklung verdeutlicht einen starken Trend im modernen Padel: Die medienversiertesten Spieler werden zu echten globalen Marken, die in der Lage sind, Stil, Leistung und persönliche Identität miteinander zu verbinden.

Eine Saison, die von Beständigkeit und hohen Standards geprägt war

Was seine aktuelle Form betrifft, zeigt sich Lebrón realistisch: „Meine Bestzeit? Schwer einzuschätzen… aber in dieser Saison waren wir ein beständiges Duo mit klaren Zielen, und das ist es, was für mich zählt.“
Sein Ehrgeiz ist ungebrochen: „Es reicht mir nicht, im Halbfinale zu stehen, ich will ins Finale und gewinnen.“
In einem Kontext, der von ultra-konstanten Paaren wie Tapia / Coello ou Chingotto / GalánDieses Streben nach Beständigkeit ist absolut verständlich. Lebrón weiß, dass im modernen Padel nicht mehr allein durch Glanzleistungen gewonnen wird, sondern durch Beständigkeit und Disziplin.

Verletzungen und öffentliche Wahrnehmung

Bezüglich der Verletzungen und der Kritik, denen er während der Saison ausgesetzt war, bleibt Lebrón gelassen: „Ich habe mich nicht ungerecht behandelt gefühlt. Im Gegenteil, ich habe mich wertgeschätzt gefühlt.“
Er räumt jedoch ein, dass sein Verhalten teilweise missfallen haben mag: „Ich habe manchmal die Beherrschung verloren, und das ist nicht ideal.“ Er betont aber, dass er zu seiner alten Form und zur öffentlichen Anerkennung zurückgefunden habe: „Ich denke, wir wurden respektiert und haben trotz der Schwierigkeiten Großartiges geleistet.“
Eine Aussage, die den Wunsch nach Reife widerspiegelt, zu einem Zeitpunkt, an dem seine Beziehung zu Franco Stupaczuk Zum Ende kommen.

Ein Neuanfang mit Leo Augsburger

Für das Jahr 2026 hat Lebrón beschlossen, seine Zukunft mit Leo Augsburg, eines der vielversprechendsten jungen Talente im Rennzirkus.
„Ich glaube, er ist die Gegenwart und die Zukunft des Padel. Ich bewundere ihn sehr“, erklärt er. Das Ziel ist klar: die Spitze erreichen. „Wir müssen ehrgeizig sein und die Mentalität des Ersten haben.“
Die beiden Spieler zeichnen sich durch einen starken Charakter und unbändige Energie aus. Lebrón ist sich dessen bewusst: „Wir müssen so sein dürfen, wie wir sind. Ich habe immer gesagt, dass ich ein besserer Teamkollege werden muss, und daran glaube ich nach wie vor.“
Dieses explosive Duo könnte durchaus eine neue Ära im Weltpadel einläuten, in der das Gleichgewicht zwischen Leidenschaft, Respekt und Ehrgeiz von entscheidender Bedeutung sein wird.

Eine kontrollierte Renaissance

Zwischen Selbstreflexion und Neuorientierung scheint Lebrón eine neue Phase seiner Karriere einzuleiten. Weniger konfrontativ, kontrollierter.
Zum Abschluss des Interviews bekräftigte er sein Engagement: „Wer schon einmal ein guter Teamkollege war, kann es wieder werden. Und ich bin überzeugt, dass mir das gelingen wird.“
Mit einem neuen Paddel, einer starken Marke, einem neuen Partner und einer erneuerten Denkweise Juan Lebron Der Beginn eines Übergangs könnte seine Rolle in der Welt des Padel neu definieren: die eines kompletteren, reiferen Spielers, der aber immer noch von derselben Leidenschaft angetrieben wird.

Franck Binisti

Franck Binisti entdeckte Padel im Club des Pyramides im Jahr 2009 in der Region Paris. Seitdem ist Padel Teil seines Lebens. Man sieht ihn oft auf Tour durch Frankreich, um über große französische Padel-Events zu berichten.